Ohne Sieg: Rapid-Gegner Hearts erreicht Conference League
Der schottische Vizemeister Heart of Midlothian hat in der Conference League ein besonderes Kunststück vollbracht. Der Klub aus Edinburgh hat keines seiner sechs Spiele in der Qualifikation nach 90 oder 120 Minuten gewonnen – und darf trotzdem in der Ligaphase des kleinsten Europapokals antreten.
Wie das? Los ging es in der zweiten Qualirunde, noch in der Champions League, gegen Sturm Graz. Gegen den Vizemeister der ADMIRAL Bundesliga setzte es zwei Pleiten (0:4, 0:2), woraufhin die Hearts in die Europa League „abstiegen“. Dort waren die Schotten in der dritten Qualirunde gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon chancenlos (1:6/1:1) und wurden in die Conference League relegiert.
In den dortigen Playoffs glückte gegen den SK Rapid ebenfalls kein „echter“ Sieg (2:2, 2:2 n.V.), aber das 4:3 im Elfmeterschießen am Mittwochabend ließ die Hearts doch noch jubeln. Für den Klub ist der Einzug in die Ligaphase Balsam auf die tief klaffende Wunde aus dem Mai, als der HMFC am letzten Spieltag der schottischen Liga den ersten Meistertitel seit 1960 gegen Rivale Celtic Glasgow (1:3) auf dramatische Weise verspielte.
„Wir müssen aus dem Spiel lernen“: Die Stimmen zum Rapid-Aus gegen die Hearts
Im Jubel über den Coup von Wien erlaubte sich der Klub einen kleinen Seitenhieb auf Celtic, das in den Champions-League-Playoffs am LASK (3:0, 1:5 n.V.) gescheitert war. „Playoffs in Österreich zu gewinnen, ist nicht jedermanns Sache…“, hieß es bei X zu einem Siegerfoto.
Winning play-offs in Austria isn’t for everyone… pic.twitter.com/k1J9lTKpn4
— Heart of Midlothian FC (@JamTarts) August 26, 2026
„Ich bin so stolz auf die Jungs“, sagte Trainer Wouter Vrancken, der wie ein Dutzend Profis neu im Klub ist. „Sie haben sich belohnt, ich freue mich sehr für sie.“ Auch ohne „echten“ Sieg.
