Olympia-Splitter: Bob-Pilotin Olympiasiegerin für zwei Nationen
Splitter von den Olympischen Spielen in China:
Norwegerin Tandrevolt nach Kollaps nicht mehr im Einsatz
Ein Kollaps nach der Ziel-Linie hat der norwegischen Biathletin Ingrid Landmark Tandrevold gehörig den Tag verdorben. Sie lag am Sonntag im Verfolgungskurs auf Medaillenkurs, doch am Ende hatte sie keinen Atem mehr und wurde letztlich nur 14. „Aus Gesundheitsgründen darf ich an keinen Rennen mehr teilnehmen, mein Herz ist gebrochen“, sagte Tandrevold. „Einer meiner besten Tag in der Arbeit wurde plötzlich zum schlimmsten.“ Der Hintergrund der Entscheidung ist aber ein ernster: Tandrevold hatte 2017 und 2021 hatte schon zweimal während des Rennen irreguläre Herz-Rhythmen. Die Teamführung will kein Risiko eingehen.
Bob-Pilotin Olympiasiegerin für zwei Nationen
* * *
Mit der Goldmedaille um den Hals ließ Kaillie Humphries keinen Zweifel aufkommen, wohin sie gehört. Mit der rechten Hand auf dem Herzen sang die Ausnahme-Bobpilotin inbrünstig die amerikanische Hymne. Minuten vorher war sie die erste Olympiasiegerin im Monobob geworden und hatte ihren dritten Triumph bei Winterspielen gefeiert. Ihre beiden anderen Goldmedaillen – 2010 und 2014 – hatte die 36-Jährige allerdings für ihr Geburtsland Kanada geholt. Nun ist Humphries die erste Frau, die für zwei Nationen Olympiasiegerin wurde.
* * *
Erin Jackson ist die erste schwarze Eisschnelllauf-Olympiasiegerin – und das nicht zuletzt aufgrund einer großherzigen Geste. Die US-Amerikanerin hatte bei den nationalen Ausscheidungen die Olympia-Qualifikation als Dritte verpasst. Doch Siegerin Brittany Bowe überließ der Weltcup-Spitzenreiterin über 500 m uneigennützig ihren Startplatz. „Sie hat ein wirklich großes Opfer gebracht“, sagte die 29-Jährige. „Ich werde ihr für immer dankbar sein.“ Die 33-jährige Bowe, Olympia-Dritte 2018 in der Teamverfolgung, stammt wie Jackson aus Ocala in Florida. Dank eines Quotenplatzes lief sie in Peking auch über 500 m und wurde 16. „Sie hat mich umarmt und wir haben geweint. Sie hat gesagt, dass sie wahrlich stolz auf mich ist, und ich habe ihr jede Menge Dankeschöns gesagt“, berichtete Jackson.
* * *
Den Valentinstag während der Olympischen Spiele zu feiern, kann zur Herausforderung werden. So zum Beispiel in einer geschlossenen „Corona-Blase“ ein Blumengeschäft zu finden. Tim Koleto, dem 30-jährigen, in den USA geborenen Japaner ist gelungen. Er konnte seiner Frau und Tanzpartnerin Misato Komatsubara zum „Tag der Liebe“ Blumen besorgen.
* * *
„Dieses Jahr fliege ich am 14. zurück nach Hause, also werden wir leider den Valentinstag nicht miteinander verbringen können“, meinte die brasilianische Skeletoni Nicole Rocha Silveira. Sie ist seit drei Jahren mit einer Mitkonkurrentin, der Belgierin Kim Meylemans, zusammen. „Ich habe die leichte Hoffnung, sagt es niemandem, dass der Flug gestrichen wird“, sagte Silveira. Ob dies tatsächlich passierte war vorerst nicht bekannt.
(APA) / Bild: Imago
