LAUSANNE,SWITZERLAND,21.JAN.20 - OLYMPIA - Lausanne 2020 Youth Olympic Games. Image shows president Karl Stoss (OEOC). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

OÖC “begrüßt” IOC-Entscheidung zu Tokio-Spielen

via Sky Sport Austria

Das Österreichische Olympische Komitee unterstützt die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Regierung von Japan, die Sommerspiele in Tokio zu verschieben. “Wir begrüßen die Entscheidung, weil sie zum jetzigen Zeitpunkt die einzig richtige im Sinne der Gesundheit aller Athletinnen und Athleten ist”, teilte ÖOC-Präsident Karl Stoss mit.

Der Höhepunkt der Covid-19-Krise in Europa sei nicht einmal erreicht. “Eine schlagartige Verbesserung der Lage ist nach derzeitiger Wissenslage nicht mehr in Sicht”, sagte Stoss. “Grundprinzipien wie Gesundheit, der Schutz des sauberen Athleten und Chancengleichheit bzw. die faire Austragung der Qualifikation sind unter diesen Umständen nicht mehr möglich.

Stimmen zur Olympia-Verschiebung

Karl Stoss (Österreichisches Olympisches Komitee/Präsident): “Wir begrüßen die Entscheidung, weil sie zum jetzigen Zeitpunkt die einzig richtige im Sinne der Gesundheit aller Athletinnen und Athleten ist. Der Höhepunkt der COVID19-Krise in Europa noch nicht einmal erreicht. Eine schlagartige Verbesserung der Lage ist nach derzeitiger Wissenslage nicht mehr in Sicht. Grundprinzipien wie Gesundheit, der Schutz des sauberen Athleten und Chancengleichheit bzw. die faire Austragung der Qualifikation sind unter diesen Umständen nicht mehr möglich.”

Peter Mennel (Österreichisches Olympisches Komitee/Generalsekretär): “Ich begrüße, dass die unsichere Situation für Olympia-Athleten jetzt ein Ende hat. Im Augenblick haben die Gesundheit der Bevölkerung und die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems klare Priorität. Wir hatten in den letzten Tagen laufend Kontakt mit dem IOC, haben die Sicht unserer Athleten wiederholt kommuniziert. Es freut uns, dass die Sorge um die Gesundheit der AthletInnen letztlich zu dieser Verschiebung geführt hat.”

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Maria Rauch-Kallat (Österreichisches Paralympisches Committee/Präsidentin): “Wir sind natürlich abhängig davon, was entschieden wird. Wir müssen alle jetzt alles ein bisschen runterfahren. Ich finde es gut, dass die Sommerspiele nur verschoben und nicht abgesagt worden sind. Eine Absage wäre eine Riesenenttäuschung für alle gewesen, die vier Jahre auf dieses Großereignis hingearbeitet haben. Die Trainingspläne müssen nun geändert werden, aber das ist sowieso schon wegen der Coronavirus-Maßnahmen passiert. Ich gehe davon aus, dass die Paralympics wie immer im Sinne der Inklusion im unmittelbaren zeitnahen Anschluss an die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden werden.”

Harald J. Mayer (Österreichischer Radsportverband/Präsident): “Der ÖRV steht der Verschiebung sehr offen gegenüber, weil der Radsport eine große Chance hat, bei Olympia mit allen Sparten prominent vertreten zu sein und sich in allen Bereichen gute Chancen ausrechnet. Weil aber die Vorbereitung nur im professionellen Wettkampf möglich ist, stehen wir der Verschiebung sehr positiv gegenüber.”

Tanja Frank (Segeln/Olympia-Bronze 2016): “Dass Olympische Spiele verschoben werden, passiert nicht grundlos. Natürlich müssen wir uns jetzt mit der neuen Situation zurechtfinden, aber man kann in allem auch etwas Positives finden: Zum Beispiel mehr Vorbereitungszeit. Man weiß natürlich noch nicht wann, wo und wie wir wieder zu segeln beginnen können, aber das wird sich auch hoffentlich bald herausstellen. Wichtig ist jetzt die Gesundheit, und dass wir alle zusammenhelfen, dass wir die schweren Zeiten schnell überstehen!”

Jürgen Melzer (Tennis): “Die Leute, die sich damit beschäftigen, haben nach Intervention von vielen Ländern eingelenkt. Ein Großereignis wie die Spiele braucht natürlich auch einen Vorlaufmodus, und wenn der nicht gegeben ist, ist es auf der Basis der Chancengleichheit richtig. Auf die Entscheidung, ob ich weiterspielen werde, nehmen die Olympischen Spiele keinen Einfluss.”

Christina Toth (Österreichischer Tennisverband/Präsidentin): “Ich finde, es ist die richtige Entscheidung, weil heut keiner weiß, was in vier Monaten sein wird. In vielen Sportarten sind viele Sportler noch nicht qualifiziert, es gibt auch keine Quali-Bewerbe mehr. Da ist so viel Unsicherheit für die Athleten, unabhängig von der gesundheitlichen Situation, dass es wahrscheinlich die einzige faire Möglichkeit ist. Wann die Spiele stattfinden, muss man neu bewerten, das kann man aus der jetzigen Sicht nicht sagen. Uns als ÖTV würde es grundsätzlich freuen, wenn es sobald wie möglich ist, damit Oliver Marach oder Jürgen Melzer noch mitspielen können.”

Gregor Högler (Sportdirektor des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes und Trainer des Diskus-WM- und -EM-Dritten Lukas Weißhaidinger): “Da geht es um die Gesundheit, diese Verschiebung ist daher nachvollziehbar und zu begrüßen. Dass dies nun früher geklärt worden ist, ist besser für die Sportler und Verbände. Wichtig ist aber auch, dass man vor den Olympischen Spielen noch Wettkämpfe macht und genügend Zeit für eine sinnvolle Vorbereitung hat.”

Michael Schöpf (Kletterverband KVÖ/Sportmanager): “Es war auf alle Fälle die richtige Entscheidung, weil es einfach überhaupt nicht absehbar ist, bis wann sich das wieder legen wird. Sie nimmt viel Druck weg, vor allem, was die Athleten betrifft in der Vorbereitung. Faire Spiele sind doch das oberste Gebot. Auch wenn es sicher hart ist für Japan mit den ganzen Mehrkosten, die auf sie zurollen, aber im Sinne des Sports war es definitiv die richtige Entscheidung.”

Jessica Pilz (Klettern): “Ich war schon seit einiger Zeit der Meinung, dass die Olympischen Spiele verschoben werden sollen, weil zum einen die Gesundheit vorgeht und zum anderen einfach die Bedingungen für uns Athleten einfach nicht optimal waren, um uns für dieses Event vorzubereiten. In manchen Ländern wie in Japan können die Athleten ganz normal in öffentlichen Sportanlagen trainieren, und wir müssen über einen Monat zu Hause sitzen und schauen, wie wir irgendwie fit bleiben. Deshalb bin ich froh, dass sich der Wunsch einer Verschiebung erfüllt hat.”

(APA)

Offiziell: Olympische Spiele in Tokio verschoben

Bild: GEPA