Peter Michorl: „Der Trainer ist da die ärmste Sau“

via Sky Sport Austria
  • Dominik Thalhammer: „Normal sucht man den LASK in den oberen Tabellenregionen, findet ihn aber aktuell dort nicht.“
  • Thalhammer über die Fangesänge: „Da ist die Enttäuschung des einen oder anderen natürlich zu verstehen und auch nachvollziehbar.“
  • Alexander Schlager: „Man kann aber nicht erwarten, dass es von Anfang an perfekt läuft.“
  • Manfred Schmid: „Ein sehr schöner Tag und auch hochverdienter Sieg.“
  • Eric Martel: „Auf einmal kam der Ball vor meine Füße und ich habe ihn dann einfach irgendwie reingespitzelt, dann war der Ball im Tor und das ist das Einzige was zählt.“

Der LASK verliert gegen FK Austria Wien mit 0:2. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 7. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

LASK – FK Austria Wien, 0:2 (0:0)

Schiedsrichter: Alan Kijas

Dominik Thalhammer (Trainer LASK)
…vor dem Spiel über die Entwicklung von Dario Maresic: „Dario hat es im ersten Spiel sehr gut gemacht gegen Altach. Er hatte dann ein, zwei Fehler dabei. Hatte dann Probleme, das mental zu verkraften. Aber er ist auf einem guten Weg zurück und ich glaube, wir werden ihn bald wieder sehen.

…über die Partie: „Wir haben wirklich sehr schlecht begonnen. Man hat gemerkt, dass uns drei Innenverteidiger fehlen. Wir hatten viele Abschlussprobleme. Mit der Zeit haben wir dann das Spiel im Griff bekommen, bis zur Torsituation der Austria. Dann sind wir noch in den einen oder anderen Konter gelaufen.“

…wo die größeren Probleme liegen, bei der Chancenverwertung oder bei der Defensive: „Augenscheinlich waren es in den ersten 20 Minuten die defensiven Abstimmungsprobleme. Die Mannschaft hat sich aber gesteigert im Laufe des Spiels und ist immer besser reingekommen. Aus meiner Sicht hatten wir die beste Phase am Anfang der zweiten Halbzeit, wo wir Druck gemacht haben. Aber in diesen Situationen hat dann immer wieder der letzte Ball oder Pass gefehlt. Das passt dann auch zur aktuellen Situation, dass wir dann die Standardsituation bekommen und das Spiel dann gegen uns läuft.“

…über die Thalhammer-raus-Fangesänge: „Die Fans sind natürlich enttäuscht. Sie erwarten sich mehr. Wir haben zwar die Gruppenphase in der Conference League geschafft, aber in der Meisterschaft sind wir weit hinter den Erwartungen zurück. Normal sucht man den LASK in den oberen Tabellenregionen, findet ihn aber aktuell dort nicht. Da ist die Enttäuschung des einen oder anderen natürlich zu verstehen und auch nachvollziehbar.“

…wie man jetzt eine Trendwende schafft: „Die Mannschaft ist jetzt niedergeschlagen. Sie hatten große Erwartungen an das heutige Spiel und das ist ein Rückschlag. Das müssen wir dann sachlich analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Es gibt viele Sachen, die die Mannschaft einfach besser kann. Sie kann bei Ballgewinnen besser wegspielen, sie kann besser kombinieren, sie kann mutiger agieren. Das war heute nicht da und deswegen ist die Austria am Ende ein verdienter Sieger.“

Peter Michorl (LASK)
…über die Partie: „Man muss sagen, dass die Erwartungshaltung hier in Linz extrem gestiegen ist. Wir sind noch immer der LASK. Es ist nicht so einfach die Leistungen der letzten 3-4 Jahre zu bestätigen. Fakt ist, dass wir momentan nicht daran anknüpfen. Die Mannschaft hat aber das Potenzial da wieder hinzukommen. Der Trainer ist da die ärmste Sau, wenn die Mannschaft in den ersten 10 Minuten so auftritt.“

…wo der Wurm drinnen ist, beim LASK: „Wenn wir das wüssten, dann wäre der Wurm nicht drinnen. Fakt ist, dass wir uns da rausarbeiten müssen mit täglicher Arbeit. Sonst wird es ganz eng. Ich bin ein bisschen sprachlos. Es war heute gar nichts. Es hilft aber nichts. Fußball ist sehr schnelllebig und am Donnerstag kann die Welt schon wieder ganz anders ausschauen.“

Alexander Schlager (LASK)
…über die Partie: „Jeder erwartet sich Siege. Jeder erwartet sich so viele Punkte wie möglich. Es ist halt nicht immer leicht. Wir haben einen relativ großen Umbruch gehabt. Wir sind ein Team, das sehr viel Qualität jetzt dazugewonnen hat. Man kann aber nicht erwarten, dass es von Anfang an perfekt läuft. Es ist jetzt einfach sehr viel passiert und wir müssen schauen, dass wir uns aus dieser Situation jetzt rauskämpfen. Dann wird es wieder kommen.“

Manfred Schmid (Trainer Austria Wien)
…vor dem Spiel über sein Team: „Ich habe die Situation gekannt. Ich wusste, dass es kein Spaziergang durch den Wiener Prater wird. Ich kenne die finanzielle Situation. Natürlich wünscht man sich den einen oder anderen Spieler und speziell, wenn man sich den LASK ansieht, die haben schon hohe Qualität. Auch wenn man sieht, was auf der Bank sitzt, wenn Spieler ausfallen, und dann kommt ein James Holland. Das würde ich mir natürlich auch wünschen. Wir haben aber einen guten Kader, den wir entwickeln müssen und diesen Weg müssen wir gehen.“

…über die Partie: „Ein sehr schöner Tag und auch hochverdienter Sieg. Es ist ärgerlich, wie wir mit unseren Chancen umgegangen sind. Aber man hat gesehen, die ersten 30 Minuten, man kann nicht besser gegen den LASK spielen. Mehr als hochverdient gewonnen.“

…über die Leistung der jungen Spieler: „Wir hatten eine schwierige Woche. Es macht keinen Sinn darüber zu reden, welche Spieler gegangen sind oder welche Spieler vielleicht gekommen wären. Wir haben uns jetzt dazu entschlossen mit diesen Jungs zu arbeiten. Es sind gute junge Talente dabei, die Zeit brauchen. Wir haben tolle Leistungen gebracht in den letzten Wochen, aber uns leider nicht belohnt. Wir hatten in jedem Spiel die Möglichkeit Punkte zu machen oder vielleicht sogar zu gewinnen.“

Eric Martel (Austria Wien)
…über sein Tor: „Es ging alles so schnell. Auf einmal kam der Ball vor meine Füße und ich habe ihn dann einfach irgendwie reingespitzelt, dann war der Ball im Tor und das ist das Einzige was zählt.“

…ob sein Tor ein Handspiel war: „Ich würde sagen, er ist mir da in die Weichteile gesprungen und dann habe ich ihn halt reingeschossen.“

…über die Partie: „Es war eine sehr umkämpfte Partie. Vielleicht nicht das beste Fußballspiel. Wir hatten trotzdem viele Chancen. Wir haben aber gekämpft bis zum Schluss und dann hat man auch natürlich die Kraft, um mit den Fans zu feiern, vor allem weil es unser erster Sieg ist.“

…über den ersten Sieg der Austria in dieser Saison: „Jetzt ist der Knoten geplatzt. Jetzt haben wir den ersten Dreier geholt und so muss es einfach weitergehen.“

Gerhard Krisch (Vorstand Austria Wien)
…in einem Videobeitrag über die Situation bei der Austria: „Wir müssen hier geduldig sein. Es sind langsame Schritte und kleine Erfolge, die wir hier einfahren können. Es ist aber nicht so, dass wir von heute auf morgen sagen können, dass es eine gemähte Wiese ist.“

…über die finanzielle Situation bei der Austria: „Wir haben vor circa 5 Monaten das Problem gehabt, dass wir die Lizenz nicht bekommen haben. Ich glaube jeder kann verstehen, dass solche Probleme nicht von heute auf morgen weg sein werden. Was wir jetzt hier tun ist ganz brutal über Kosten und Erträge nachzudenken, wie wir den Verein neu aufstellen können. Da kann ich nicht all you can eat ausrufen. Natürlich hätte ich gerne Topspieler hier.“

…ob er sich auf einen Austieg der Insignia Group vorbereitet: „Als verantwortungsvoller Manager muss ich mich auf jedes Szenario vorbereiten, auch wenn da unangenehme Szenarien dabei sind. Sollten wir das mit Insignia nicht so hinbringen, dass wir beide zufrieden sind, werden wir uns über solche Dinge den Kopf zerbrechen müssen.“

Marc Janko (Sky Experte)
…über die Partie: „Es war heute ziemlich schwach von LASK. Das hat natürlich auch was mit der Austria zu tun gehabt. Sie haben frisch nach vorne gespielt und haben in der Anfangsphase gleich viele Möglichkeiten vergeben. Sie haben dann am Schluss hinaus verdientermaßen das Spiel gewonnen. Wobei man auch sagen muss, dass das 1 zu 0 nicht regulär war. Da wäre der VAR gefragt gewesen.“

…über die Thalhammer-Muss-Raus-Rufe der Fans: „Ja so fängt es langsam an. Die Fans schießen sich teilweise auf den Trainer ein, es waren nicht alle dabei, nur einige wenige. Aber so fängt es langsam an. Was denn LASK eigentlich ausgezeichnet hat war, dass sie ihr Umfeld immer relativ ruhig halten konnten und schon langsam fängt es eben an, an anderen Stellen zu rumoren. Das jetzt wieder zu kippen ist eine Herkulesaufgabe. Wenn Erfolglosigkeit da ist, dann wird einfach irgendwann mal das Scheinwerferlicht auf den Trainer fallen.“