Peter Stöger über die fehlende Lizenz: „Der Verein unternimmt wirklich alles, dass wir das hinkriegen“
- Andreas Heraf: „Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil drei Punkte drinnen gewesen wären“
- Marco Grüll: „Wenn man gegen den Abstieg spielt, sollte man so wenig Tore wie möglich bekommen“
- Walter Kogler: „Wenn es der Austria gelingt sieben Millionen aufzubringen in so kurzer Zeit, sieht man welche Kraft die Austria hat“
- Alfred Tatar: „Ried ist im Niemandsland, aber das ist auch schon ein Gewinn, wenn man bedenkt, wo sie vor kurzem gestanden sind“
Der FK Austria Wien und die SV Guntamatic Ried trennen sich mit 2:2. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.
FK Austria Wien – SV Guntamatic Ried, 2:2 (1:1)
Schiedsrichter: Rene Eisner
Peter Stöger (Trainer FK Austria Wien):
…nach dem Spiel: „Wir haben es gar nicht so schlecht gemacht, viel Verkehr rund um den Sechzehner. Die Rieder haben das gut gemacht, wie sie Räume schließen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir ein bisschen mehr in Richtung selbst entscheiden gehen, Eins-gegen-Eins-Situationen lösen. Trotzdem ist der Punkt mehr als verdient, aus unserer Überlegenheit haben wir zu wenig rausgeholt und in der Restverteidigung haben wir es ihnen zu einfach gemacht. Ich habe schon Mannschaften gehabt, wo der Elfmeterpfiff war und vor lauter Angst wollte keiner schießen. Die Diskussion (wer den Elfer schießt zwischen Sarkaria und Djuricin, Anm.) brauche ich nicht, es ist für mich okay, ich bestimme auch niemanden, wir haben zwei oder drei (die schießen können und wollen), aber die Diskussion brauche ich nicht.“
…über die Lizenz: „Wie wichtig vielen Menschen in diesem Haus die Austria ist, wie sie gelaufen sind um die Lizenzkriterien zu erfüllen. Sehr viele Menschen haben sich beteiligt an der Geschichte, dass die Austria die Lizenz bekommt. Mein Gefühl sag mir, es sollte belohnt werden, wie sie sich bemüht haben.“
…vor dem Spiel zur aktuellen Situation: „Es sind alle mobilisiert worden, das kann ich schon sagen, laufen alle, versuchen alles zu unternehmen. Es ist nicht nur so, dass sich von außen die Leute Sorgen machen, sondern es ist auch innen angekommen und der Verein unternimmt wirklich alles, dass wir das hinkriegen.“
Marco Djuricin (FK Austria Wien):
…nach dem Spiel: „Wenn du so einfache Tore wie wir bekommst (…) die Rieder haben es mit dieser Taktik gut gemacht. Das erste Tor geht auf meine Kappe. Dann nehmen wir verdient noch einen Punkt mit. Ich fühle mich wohl, die Spieler wissen, wie ich laufe, ich will am liebsten jedes Spiel treffen, dann werden wir weitersehen.“
…über das Elferfoul an ihm: „Schauen Sie, was er mit dem Kopf macht, ich spüre den Kontakt, für mich ist das ein Elfmeter. Ich habe etwas gespürt und das hat der Schiedsrichter auch gesehen.“
…über die Diskussion zwischen Djuricin und Sarkaria vor dem Elfmeter: „Dazu will ich nichts sagen, er hat ihn reingemacht, das passt, es ist okay so.“
Manprit Sarkaria (FK Austria Wien):
…über die Diskussion zwischen Djuricin und Sarkaria vor dem Elfmeter: „Ich glaube, er versteht das schon, wir sind gute Freunde. Es gehört sich mal, dass wer anderer schießt.“
Andreas Heraf (Trainer SV Guntamatic Ried):
…nach dem Spiel: „Wir haben uns im Abstiegskampf ein bisschen Luft verschafft. Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil drei drinnen gewesen wären. Wir können auch mit dem Punkt leben. Ich habe einen 29-Mann-Kader, sehr gut gearbeitet mit den Jungs, auch die medizinische Abteilung, wir haben 29 fitte Spieler, ich habe die Qual der Wahl. Es waren heute Kaderspieler, die absolut die Qualität haben als Stammspieler genannt zu werden. Wir wollten offensiver spielen, die Austria hat uns reingedrängt und es gut gemacht. Ein fragwürdiger Elfmeter und das Gegentor in letzter Minute tuen weh.“
Marco Grüll (SV Guntamatic Ried):
…nach dem Spiel: „Sie haben sicher Chancen gehabt, aber wenn du 2:1 führst, geht mir das langsam am Arsch, dass wir so spät das Tor kriegen. Wenn man gegen den Abstieg spielt, sollte man so wenig Tore wie möglich bekommen, eines weniger heute, dann hätten wir die Partie gewonnen.“
Walter Kogler (Sky Experte):
…über das Spiel: „Eine interessante Randnotiz, weil es mir zeigt, dass im Vorfeld kein Einser-Elfmeterschütze bestimmt wurde. Zwei Spieler haben sich sehr gut gefühlt. Gut für Sarkaria, dass er getroffen hat. Eine ganz interessante Variante von Andreas Heraf, neun neue Spieler, nachdem man sehr gut performt hat. (…) Das war bemerkenswert und wäre fast aufgegangen. Die Rieder waren ganz knapp dran gegen die Austria zu gewinnen.“
…über die Austria und die Lizenz: „Wenn es der Austria gelingt sieben Millionen aufzubringen in so kurzer Zeit, sieht man welche Kraft die Austria hat. In relativ kurzer Zeit viel Geld aufzubringen, die Möglichkeit haben auch nicht viele Vereine in Österreich. Da sieht man auch, was bei der Austria alles möglich wäre.“
Alfred Tatar (Sky Experte):
…über das Spiel: „Ich finde die Punkteteilung gerecht.“
…über die Diskussion zwischen Djuricin und Sarkaria vor dem Elfmeter: „Ich denke, das ist eine Randnotiz, Sarkaria hat ihn verwandelt, das war das Entscheidende.“
…über die SV Ried: „Realistischerweise haben sie fünf Punkte Vorsprung, sie müssten von St. Pölten, Admira und Altach überholt werden, müsste man reihenweise verlieren, sie sind in einer Form, wo ich mir das nicht vorstellen kann. Der Abstand zu Hartberg ist zu weit, Hartberg ist für mich das beste Team dieser Qualigruppe. Ried ist im Niemandsland, aber das ist auch schon ein Gewinn, wenn man bedenkt, wo sie vor kurzem gestanden sind.“