Köln, RheinEnergieStadion, 25.09.16: Trainer Ralp Hasenhüttl (RB Leipzig) ernst vor dem Spiel der 1. Bundesliga zwischen 1.FC Köln vs. RB Leipzig in der Saison 2016/2017.

Cologne RheinEnergie Stadium 25 09 16 team manager Ralp Hasenhüttl RB Leipzig Ernst before the Game the 1 Bundesliga between 1 FC Cologne vs RB Leipzig in the Season 2016 2017

Pfeffer: „Hasenhüttl wird große Vereine trainieren“

via Sky Sport Austria

Von 1989 bis 1994 spielten Ralph Hasenhüttl und Toni Pfeffer gemeinsam beim FK Austria Wien. Im SSNHD-Interview spricht Sky-Experte Pfeffer über das Erfolgsrezept des RB-Leipzig-Trainers und gibt Einblicke in die Person Hasenhüttl. Pfeffer traut seinem ehemaligen Mitspieler noch Größeres mit Leipzig und in seiner Trainerkarriere zu.

RB Leipzig verschafft sich Respekt in der Bundesliga

Hasenhüttls RB Leipzig ist das Team der Stunde in der Deutschen Bundesliga. Nach zehn Spieltagen liegen die Leipziger punktgleich hinter dem FC Bayern München an der zweiten Stelle. Kaum jemand hätte dem Aufsteiger vor der Saison den sofortigen Durchmarsch an die Spitze zugetraut. Das Erfolgs-Produkt ist jedoch kein Zufall, Hasenhüttl hat in der vergangen Saison mit Ingolstadt bewiesen mit einem Aufsteiger erfolgreich sein zu können. Mit deutlich geringeren Mitteln als in Leipzig zur Verfügung stehen, holte der Grazer den elften Platz für Ingolstadt heraus. Auch wenn es in dieser Saison am Ende doch nicht für ganz oben reicht, Pfeffer traut Hasenhüttl und Leipzig mehr zu.

Pfeffer: „Es werden zwangsläufig Angebote kommen“

 

Pfeffer vergleicht Hasenhüttl mit Stöger

Pfeffer sei davon überzeugt, dass Hasenhüttl den einen oder anderen großen Verein trainieren wird. Noch steht ein Wechsel jedoch nicht im Raum, Hasenhüttls Vertrag mit RB Leipzig läuft bis Juni 2019. Pfeffer verweist bei der Frage nach dem Erfolgsrezept von Trainer Hasenhüttl gerne auf den zweiten österreichischen Erfolgs-Coach in der Deutschen Bundesliga, Peter Stöger. Der Wiener weiß beim 1. FC Köln nicht nur mit seinem Fachwissen zu überzeugen, sondern auch mit seiner Art mit Spielern umzugehen. „Du musst als Trainer ein starker Psychologe sein. Wenn du das verinnerlichst, kannst du ein erfolgreicher Trainer sein“, sagt Pfeffer. Der derzeitige Erfolg gibt beiden Trainern recht. Auch Stöger zählt mit den Kölnern zu den Überraschungen des Saisonbeginns. Derzeit trennen den Grazer und den Wiener, die als Spieler der Admira für wenige Monate gemeinsam auf dem Platz standen, nur sechs Punkte.

 

Pfeffer: „Du musst als Trainer ein starker Psychologe sein“

 

Auf die Persönlichkeit von Hasenhüttl angesprochen, sieht Pfeffer eine große Entwicklung. Er sei menschlich und als Mitspieler zwar immer „sehr okay“ gewesen, wie er seine Mannschaft aber jetzt unter Kontrolle hat, beeindrucke ihn sehr. „Im Gegensatz zu heute war er ein Eigenbrötler. Er ist nie mit dem Strom geschwommen und hat seine eigene Wege gesucht. Wie er jetzt mit seinen Jungs umgeht ist aller Ehren wert“, sagt Pfeffer.

Pfeffer: „Hasenhüttl sucht seine eigenen Wege“

 

Comeback der Hasi-Rolle?

Pfeffer erinnert sich gerne an Hasenhüttls berühmte „Hasi-Rolle“ zurück, welche ihm aus „Verletzungsgründen“ vom damaligen Trainer Josef Hickersberger verboten wurde. Pfeffer spornt Hasenhüttl jetzt an, auch auf die Gefahr hin, dass Sportdirektor Ralf Rangnick davon nicht begeistert wäre, eine Neuauflage der „Hasi-Rolle“ als Trainer zu wagen.

 

 

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