Playoff-Comebacks von Broncos und Vikings in der NFL
In der National Football League beginnt am Wochenende die Playoff-Phase. In der Wildcard-Runde stehen in drei Tagen sechs Spiele am Plan, unter anderem empfangen am Sonntag die Buffalo Bills die Denver Broncos.
Die Minnesota Vikings treffen tags darauf auf die Los Angeles Rams. Wegen der Waldbrände rund um die südkalifornische Metropole wurde die Partie nach Glendale/Arizona verlegt. Spannung verspricht auch das Duell Baltimore Ravens gegen Pittsburgh Steelers.
Den Auftakt ins Wildcard-Wochenende machen die Houston Texans gegen Los Angeles Chargers am Samstag, im Anschluss kommt es in Baltimore bei Minusgraden zum Schlager der Erzrivalen Ravens und Steelers. Pittsburghs pensionierte Quarterback-Legende Ben Roethlisberger glaubt nicht an seine „Stählernen“ und nannte Ravens-Spielmacher Lamar Jackson als Grund. „Lamar ist auf einem anderen Level“, sagte „Big Ben“. Jackson warf im Grunddurchgang 41 Touchdown-Pässe sowie 4.172 Yards und erlief vier weitere Touchdowns und 915 Yards. Er steht damit vor seiner dritten MVP-Auszeichnung.
Sein größter Konkurrent diesbezüglich ist Bills-Quarterback Josh Allen, der 28 Touchdown-Pässe, 3.731 Yards Wurfleistung und weitere 531 Yards auf dem Boden und zwölf Touchdowns verzeichnete. „Er hat eine MVP-Saison hinter sich“, sagte Denver-Cheftrainer Sean Payton nicht ohne Ehrfurcht. Payton vertraut seinerseits auf Rookie-Quarterback Bo Nix, der bei den Broncos die Signale gibt. Buffalo (13 Saisonsiege) hat zu Hause heuer kein Spiel verloren und ist gegen die Broncos Favorit. Die weiteren Wildcard-Partien am Sonntag (Ortszeit) lauten Philadelphia Eagles gegen Green Bay Packers sowie Tampa Bay Buccaneers gegen Washington Commanders.
Vier „Neue“ im Playoff-Rennen
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es vier Neulinge im Playoff-Feld: Für Denver ist es das Comeback nach einer fast neunjährigen Pause. 2016 hatten die Broncos zuletzt die Super Bowl gewonnen, seit damals war man nicht mehr in den Playoffs vertreten. Die Washington Commanders waren zuletzt 2021 im elitären Kreis dabei, die L.A. Chargers und die Vikings 2023.
Das Faktum, dass die Sieger der acht Divisions in der Setzliste automatisch vorgereiht werden, hat zu interessanten Ansetzungen geführt. So müssen die Vikings trotz ihrer ligaweit drittbesten Bilanz von 14 Siegen und drei Niederlagen auswärts antreten, da die Detroit Lions in der gleichen Division (NFC North) einen Erfolg mehr aufweisen.
Rams von Bränden in L.A. betroffen
Allerdings verlor Minnesota-Gegner Rams – mit zehn Siegen Gewinner der NFC West – durch die Waldbrände den Heimvorteil. „Das ist größer als Football. Die Gesundheit und Sicherheit der Spieler steht an erster Stelle“, sagte Rams-Coach Sean McVay. „Unser Fokus liegt zu 100 Prozent auf dem Vikings-Spiel. Aber wir sind auch Menschen und machen uns Sorgen um die Leute in unseren Gemeinden. Für die spielen wir“, erklärte Rams-Quarterback Matthew Stafford.
Die begehrten zwei Freilose für die erste Playoff-Runde sicherten sich indes Titelverteidiger Kansas City Chiefs und die Lions, die jeweils 15 Siege geschafft haben. Die Lions sind in der NFL-Geschichte eines der schwächsten Teams, schafften es von 2000 bis 2022 nur dreimal ins Playoff – und verloren jedes Mal in der ersten Runde. Erst im vergangenen Jahr erreichten sie erstmals nach 32 Jahren wieder das Conference-Finale. Ihr klares Ziel ist die 59. Super Bowl am 9. Februar in New Orleans.
NFL-Playoff – 1. Runde/Wildcard-Spiele:
Samstag: Houston Texans – Los Angeles Chargers (22.30 Uhr MEZ), Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers (So., 2.00)
Sonntag: Buffalo Bills – Denver Broncos (19.00), Philadelphia Eagles – Green Bay Packers (22.30), Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders (Mo., 2.00)
Montag: Los Angeles Rams – Minnesota Vikings (Di., 2.00)
(APA) / Bild: Imago
