Pogacar nach Vuelta-Aus am Schlüsselbein operiert
Radstar Tadej Pogacar ist nach seinem schweren Sturz bei der Spanien-Rundfahrt erfolgreich am gebrochenen linken Schlüsselbein operiert worden. Der Eingriff sei gut verlaufen, erklärte der Arzt des UAE-Teams, Adrian Rotunno, am Montagabend. Pogacar müsse aber noch ein paar Tage zur postoperativen Beobachtung in Barcelona im Krankenhaus bleiben. Ein Antreten im WM-Straßenrennen am 27. September in Montreal scheint ein schwierig zu gewinnender Wettlauf gegen die Zeit.
„Sobald er dazu in der Lage ist, wird Tadej nach Hause reisen, um dort unter der Aufsicht des medizinischen Teams mit seiner Genesung und Rehabilitation zu beginnen“, erklärte Teamarzt Rotunno. „Natürlich wäre es nicht leicht, sich bis zur WM zu erholen“, hatte Teamchef Mauro Gianetti bereits vor dem Eingriff betont. Ein Knochenbruch wie jener von Pogacar heilt üblicherweise in sechs Wochen, im Radsport gab es aber auch schon schnellere Comebacks.
Weiteres Programm offen
Pogacar, der zuletzt zweimal in Folge Weltmeister geworden war, war am Samstag auf der achten Etappe der Vuelta 30 km vor dem Ziel im Hauptfeld fahrend schwer gestürzt und hatte neben der Schulterverletzung auch einen stabilen Bruch des siebenten Halswirbels sowie eine Gehirnerschütterung erlitten. Das Aus des Topfavoriten hat die Chancen des aktuell drittplatzierten Osttirolers Felix Gall erheblich erhöht.
In diesem Jahr wollte Pogacar erstmals die Spanien-Rundfahrt gewinnen. Der fünfmalige Sieger der Tour de France war bei der Vuelta erst einmal, im Jahr 2019 als 20-Jähriger, an den Start gegangen und hatte Platz drei belegt. Neben der WM in Kanada wollte der bald 28-jährige Slowene in dieser Saison auch noch bei der Lombardei-Rundfahrt am 10. Oktober antreten. Den Klassiker in Norditalien hat er zuletzt viermal in Serie gewonnen.
