Premier League diskutiert China-Gastspiel und „Festival of Football“

Anders als in Belgien scheint ein vorzeitiger Abbruch der laufenden Saison in England kein Thema zu sein. Derzeit berät die Premier League über die verschiedenen Möglichkeiten für die Forsetzung der aktuellen Spielzeit – mit teilweise kuriosen Vorschlägen.

Wie The Athletic und transfermarkt.at berichten, ist einer jener Vorschläge, um die drohenden Verluste von bis zu 870 Millionen Euro abwenden zu können, eine Austragung im Ausland. So soll es Befürworter für eine Verlegung nach China geben – kurioserweise das Land, in welchem die Folgen des Coronavirus-Ausbruchs erstmals deutlich wurden. Spiele im Ausland könnten demnach das britische Gesundheitssystem entlasten – und wohl potenzielle Märkte auf neue Art und Weise erschließbar machen.

Ein nicht näher genannter Vereinsvorsitzender eines PL-Teams kann dieser Idee allerdings nichts abgewinnen: „Es ist eine verrückte Idee und ich denke, sie wird entschieden abgelehnt werden. Wenn wir die Premier League in einen anderen Teil der Welt verlegen würden, würden wir in den Medien absolut niedergemacht werden.“

„EM-Modus“ in Fairness umstritten

Ähnlich revolutionär wäre die Vorstellung eines intensiven Turnier-Formates, welches als „Festival of Football“ betitelt wird. Wie bei Welt- und Europameisterschaften sollen die Mannschaften in kurzer Zeit an zuvor festgelegten Spielorten ihre Matches bestreiten. Dies würde allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Gerüchten zufolge könnten hierbei Spielorte im Großraum London sowie in der Nähe Birminghams zum Zug kommen.

Dieses Szenario gilt aber ebenso als umstritten: Zum einen würde es für Auswärtsteams der Hinrunde Nachteile bergen, zudem müsste die Gesundheit der Sportler laufend sichergestellt werden. Nicht zuletzt deshalb gilt eine Fortsetzung in Form von Geisterspielen als wohl realistischste Möglichkeit.

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Beitragsbild: Getty Images.