Protest-Jubel wird zum Fall für DFB-Kontrollausschuss

Die Proteste in der Bundesliga gegen Rassismus und Polizeigewalt werden zeitnah vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) geprüft.

„Im Laufe der nächsten Tage“, kündigte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner an, werde man sich „diesen Vorkommnissen annehmen und die Sachverhalte entsprechend prüfen.“

Nach dem Tod eines schwarzen US-Bürgers hatten Weston McKennie (Schalke 04) sowie Jadon Sancho und Achraf Hakimi (beide Borussia Dortmund) mit Botschaften am Arm und auf dem T-Shirt („Justice for George“) reagiert. Solche Äußerungen sind laut Regelwerk eigentlich verboten. Zudem demonstrierte Marcus Thuram (Borussia Mönchengladbach) mit einem Kniefall seine Solidarität.

Union-Geschäftsführer: „Geht um globales Thema“

„Wenn der Kontrollausschuss dagegen ermittelt, dann muss man sich fragen, ob wir noch die gleichen Werte haben“, sagte Geschäftsführer Oliver Ruhnert von Gladbachs Gegner Union Berlin am Sonntag: „Es geht um ein globales Thema: Dem Nein zu Rassismus.“

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(SID).

Beitragsbild: DPA.