Puchner im zweiten Lake-Louise-Training vor Goggia voran

Die Österreicherinnen haben am Mittwoch im zweiten Lake-Louise-Training für die beiden für Freitag und Samstag angesetzten Ski-Abfahrten überzeugt. Nach der Bestzeit mit Torfehler von Nina Ortlieb vom Vortag lag diesmal Mirjam Puchner voran, hinter der Italienerin Sofia Goggia (+0,46 Sek.) kam das ÖSV-Duo Elisabeth Reisinger (+0,57) und Christina Ager (+0,65) auf die Ränge drei und vier. Ortlieb komplettierte das starke rot-weiß-rote Mannschaftsergebnis als Siebente (+1,02).

Wegen Windes und schlechter Sicht im oberen Abschnitt ging das Training vom Super-G-Reservestart weg und war mit einer Bestzeit von 1:31,84 Min. um rund 19 Sekunden kürzer als jenes am Vortag. Puchner berichtete von einer griffigen Piste, auf der es zackig dahingegangen sei. Von ihrer Bestzeit war sie überrascht: „Ich habe ein gutes Tempo gehabt, aber es war eher unerwartet, dass dann so ein Vorsprung drinnen war. Es gibt sicher noch etwas, wo Zeit drinnen ist.“ Es sei aber sicher eine bessere Fahrt als am Vortag gewesen, als sie nicht in die Top Ten gekommen war.

Nur die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie (+0,81) als Sechste kam mit einer einstelligen Startnummer in die Top Ten. Die Salzburgerin Puchner hatte die 14, Goggia die 13, die Oberösterreicherin Reisinger die 24 und die schon am Vortag viertplatzierte Tirolerin Ager gar die 40. Die von der Steirerin Ramona Siebenhofer ausgelassene Einheit ging bei Temperaturen um minus 16 Grad über die Bühne, was aber noch wärmer als am Vortag war. Die Steirerin Tamara Tippler kam nur bis zur zweiten von vier Zwischenzeiten bzw. nicht ins Ziel. Am Donnerstag wird erneut trainiert.

Die Vorarlbergerin Ariane Rädler belegte Rang zwölf (+1,37), die Tirolerin Stephanie Venier wurde 16. (+1,58), die Steirerin Cornelia Hütter 18. (+1,71), die Kärntnerin Nadine Fest 21. (+1,93) sowie die Vorarlbergerin Christine Scheyer und die Steirerin Nicole Schmidhofer 27. (+2,31) bzw. 28. (+2,39).

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Ortlieb sah bei sich auch noch Luft nach oben. „Es waren sicher ein paar Passagen, bei denen ich nicht ganz am Limit war“, meinte die Vorarlbergerin. „In der Passage, in der ich einen Torfehler (am Dienstag, Anm.) gehabt habe, habe ich ein bisschen mehr Raum gelassen. Da geht aber glaube ich noch mehr.“ Hütter sagte, sie habe ein paar Passagen wie am Vortag nicht getroffen, sie sei aber am richtigen Weg. Scheyer wiederum sah die Übungseinheit wie ein erstes Training, da am Vortag bei ihr nur wenig zusammengelaufen war. „Es war schon besser, ich kann mich noch steigern.“

ÖSV-Rennsportleiter Thomas Trinker hat nach dem Mittwoch-Training vorerst einmal das Team für die Freitag-Abfahrt nominiert. Ager, Rädler und Reisinger schafften da die interne Qualifikation. Ihr Fix-Ticket hatten schon Hütter, Ortlieb, Pucher, Scheyer, Schmidhofer und Siebenhofer gehabt. Das Aufgebot für Samstag wird nach der ersten Abfahrt nominiert.

US-Star Mikaela Shiffrin lässt die drei Rennen in Kanada aus. Die Abfahrten sind für Freitag (20.00 Uhr MEZ) und Samstag (20.30) angesetzt, für Sonntag (19.00) ein Super-G. Ein Abfahrtsdoppel auf dem Matterhorn ist Anfang November wetterbedingt ausgefallen, Lake Louise richtet damit den Speed-Auftakt aus.

(APA)

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Beitragsbild: Imago