Puchner legt in Team-Kombi Grundstein für Medaille
Für Österreich ist die nächste Medaille bei der alpinen Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm in Reichweite. In der neuen Teamkombi der Frauen wurde Silbermedaillengewinnerin Mirjam Puchner Platz Dritte in der Abfahrt, nur 0,28 Sek. hinter der US-Amerikanerin Lauren Macuga (mit Paula Moltzan), Zweite war die Deutsche Emma Aicher (+0,23/Lena Dürr). Puchners Partnerin ist Katharina Liensberger, der die Aufgabe obliegt, im Slalom (13.15 Uhr) die Medaille heimzufahren.
Abfahrtsweltmeisterin Breezy Johnson aus den USA landete auf Rang vier, Mikaela Shiffrin hat 0,51 Sek. aufzuholen. Cornelia Hütter folgte auf sechs, sie gab Katharina Huber 0,75 Sek. mit auf den Weg, sowie Stephanie Venier auf sieben, die das Packerl für Katharina Truppe mit 0,86 Sek. schnürte. Die Schweizerin Corinne Suter fasste vor der Fahrt von Slalom-Ass Camille Rast 1,04 Sek. aus. Die Paarung Christina Ager/Katharina Gallhuber hatte nach dem Speedteil bereits 2,37 Sek. ausgefasst (17.). Nichts zu holen gibt es auch für Lindsey Vonn, 2,51 Sek. für AJ Hurt sind nicht machbar, da die Piste in Topzustand ist und auch den letzten Slalomläuferinnen noch perfekte Bedingungen bieten wird.
„Es war ganz okay, die Startkurve habe ich nicht ganz so gut erwischt, aber ich habe probiert, unten zu pushen“, sagte Puchner. Vielleicht sei es von der Spannung nicht so ideal gewesen, aber Platz drei sei eine gute Ausgangsposition für die Kathi. „Ich bin froh, dass ich jetzt fertig bin. Die ganzen Wellen hinterlassen schon Spuren, ich spüre die Knie schon.“ Druck auf Liensberger gab es keinen. „Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam.“
Auch Hütter/Huber mit Medaillenchance
Noch Chancen auf eine Medaille hat auch die Paarung Hütter/Huber. „Ich habe versucht, der Kathi einen guten Grundstein zu legen. Teilweise ist das geglückt, teilweise habe ich nicht ganz das Erfolgsrezept da runter gefunden. Es ist noch alles drinnen, sie hat einen voll schnellen Schwung.“ Auf das Mitzittern freue sie sich nicht. „Ich bin da sehr schlecht beim Zuschauen. Wenn ich da meinen Namen sehe und ich kann aber nichts tun, ist das eine Kombination, die es noch schlimmer macht.“
Venier fuhr mit der nötigen Sicherheit und dem nötigen Risiko, sie sei zufrieden und könne sich nichts vorwerfen. „Aber all in konnte ich nicht gehen. Wenn ich ausgeschieden wäre, wäre ich es allein gewesen. Man fährt für zwei Leute und will abliefern und vorlegen.“ Gern schneller gewesen wäre Ager, die als Nachnominierte nur ein Abfahrtstraining gehabt hatte. „Ich hoffe, dass die Kathi irgendwas in ihrer Trickkiste hat.“
(APA)/Beitragsbild: GEPA
