Gesundheitliche Probleme bei Hirner: Österreichs WM-Medaillenchancen in Trondheim in den Frauen-Bewerben der Nordischen

Rätseln um Gesundheitszustand: Verpasst Hirner die WM?

Gesundheitliche Probleme bei Hirner: Österreichs WM-Medaillenchancen in Trondheim in den Frauen-Bewerben der Nordischen Kombination schwinden. Weniger als vier Wochen vor dem Auftakt der Titelkämpfe ist mit Lisa Hirner die einzige rot-weiß-rote Athletin mit grundsätzlichem Podest-Potenzial körperlich geschwächt außer Gefecht, die Ursache dafür ist unklar. Mit dem 5-km-Langlauf mit Massenstart am Freitag in Seefeld bestritt die Steirerin diesen Winter nur einen halben von fünf Heim-Weltcups.

Eine Woche vor Weihnachten in Ramsau hatte sie erkrankt ganz passen müssen, danach kam sie nicht mehr zu alter Fitness. „Nach Schonach haben wir sie mitgenommen für ein schnelles Training“, machte ÖSV-Chefcoach Wilhelm Denifl klar, dass bei Hirner vor zwei Wochen beim Doppel in Deutschland überhaupt nicht auf die Ergebnisse geachtet worden war. Es wurden aber immerhin die Plätze sechs und zwölf, nachdem die 21-Jährige zum Saison-Auftakt in Lillehammer Dritte und Fünfte gewesen war. Dazwischen lag Ramsau, nach Seefeld kommt nächste Woche Otepää.

Zwischen Langlauf, in dem sie mehr als zweieinhalb Minuten auf die Spitze verloren hatte, und Sprung legte Denifl Hirner am Freitag klar, dass ein Verbleib im Bewerb keinen Sinn mache. Die Athletin nahm es unter Tränen auf. „Das Seefeld-Triple ist für mich gelaufen“, sagte sie später gefasst zur APA. „Man kann einmal ein schlechtes Rennen haben. Aber wie es mir im Moment geht, da steckt ein bisschen mehr dahinter.“ Etliche Gesundheitstests seien zuletzt bereits gemacht worden. „Aber es ist nichts rausgekommen. Wir werden noch einmal alles von vorne und genau machen.“

Hirner: „Ich muss jetzt einfach auf meine Gesundheit schauen“

Otepää werde sich wahrscheinlich nicht ausgehen, fügte die WM-Dritte im Mixed-Bewerb 2023 an. Schließlich erfolgt der Trip nach Estland bereits in wenigen Tagen. „Ich muss jetzt einfach auf meine Gesundheit schauen. Was das für die WM heißt, weiß man natürlich nicht. Ich werde alles geben, dass ich für die WM bereit bin.“ Denifl verdeutlichte, dass es nun nicht um die Athletin, sondern die Persönlichkeit Lisa Hirner gehe. Teamarzt Stefan Hainzl sieht medizinisch in Richtung WM noch Hoffnung: „Wir versuchen, die Ursachen zu finden und hoffen, dass wir das Beste herausholen.“

Die zuletzt freilich mit guter Sprung-Form ausgestattete Wahl-Tirolerin Hirner hat in den vergangenen drei Saisonen in Summe zwei zweite und fünf dritte Plätze im Weltcup und damit bisher insgesamt acht Podestplätze erreicht. Sonst hat aus dem österreichischen Frauen-Team nur Claudia Purker einen Top-Ten-Platz vorzuweisen, errungen am Freitag als Siebente des Massenstart-Bewerbs.

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(APA) / Bild: GEPA