Marko Raguz Austria Wien

Raguz‘ Weg zurück: „Unbeschreiblich, was da jetzt in mir vorgeht!“

Die Leidenszeit von Marko Raguz war lang und nach kurzzeitig, positiven Signalen, gab es immer wieder Rückschritte in der Genesung. Nun ist diese Leidenszeit vorbei – beim Auswärtssieg gegen Sturm Graz im Cup-Viertelfinale kam, sah und stach der Joker zum 2:0-Endstand für die Wiener Austria. 

„Ja, was soll ich sagen. So kann das neue Jahr natürlich starten. Wir haben heute über 90 Minuten eine gute Leistung geliefert. Ich glaube, was die Jungs da heute in der ganzen Zeit gemacht haben, war sensationell und das hat uns schon über den Herbst ausgezeichnet. Und das geht jetzt hoffentlich so weiter. Jetzt haben wir natürlich eine Brust. Für mich natürlich auch sehr schön, dass ich da dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen draufsetzen konnte“, sagte der 26-Jährige im Gespräch mit Sky.

Für den Oberösterreicher ist es der erste Pflichtspieltreffer für Austria Wien. 1084 Tagen seit seinem letzten Tor am 13. Februar 2022 – damals für den LASK gegen Austria Klagenfurt.

„Für mich persönlich natürlich sehr, sehr cool. Das was mich trotzdem irgendwie auszeichnet ist, dass ich nie aufgegeben habe. Ich war doch zweieinhalb, drei Jahre weg vom Fenster. Und genau für solche Momente habe ich das dann auch gemacht. Es ist unbeschreiblich, was da jetzt in mir vorgeht. Ich freue mich einfach nur, dass wir weiter sind,“ sagte der Goalgetter, der vor seiner Verletzung und den Wechsel zur Austria beim LASK schon regelmäßig netzte.

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„Das zeichnet uns aktuell aus“

Die Kämpfermentalität hat sich bei der Austria breit gemacht. Die Veilchen feierten den zehnten Pflichtspiel-Sieg in Serie, die letzte Niederlage gab es für den Tabellenzweiten der ADMIRAL Bundesliga am 28. September 2024 beim 0:2 in Salzburg. Dass die Wiener in dieser Saison stärker agieren, kommt nicht von ungefähr.

„Der menschliche Umgang ist das Wichtigste. Ich freu mich einfach, wenn jeder so ins Training kommt, wie er ist. Wenn das Fußballgeschäft ned jeden so verändert ist, wie es oft ist. Wir gehen jeden Tag ins Training, sind so wie wir sind, reden miteinander, wie gehts dir, mir gehts gut, danke, bitte. Es sind ganz einfache Formen. Und dazu kommt natürlich dazu, dass wir fußballerisch sehr viel Qualität haben. Das wir in der Mannschaft ein System entwickelt haben, welches sehr, sehr stark ist. Das zeichnet uns aktuell aus und das können wir auch aufbauen. Wir werden aber bodenständig weitermachen und wir sind auch noch nicht am Ende. Wir arbeiten hart weiter“, so der Stürmer.

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Ob die Austria ihre Form auch im Frühjahr halten kann, wird sich zeigen. Der Stürmer spricht zurückhaltend über die Ziele der Favoritner: „Morgen ist schon wieder ein neuer Tag, morgen ist schon wieder Training. Fußball ist so, dass der Erfolg von gestern nicht mehr zählt. Ich mein, der war heute, das ist schön. Aber vor allem jetzt, wo wir am Anfang von der Rückrunde sind. Wir wollen einfach von Woche zu Woche zeigen, dass wir eine richtig geile Mannschaft sind. Von dem wird der Verein profitieren hoffentlich, von dem werden die Fans profitieren, was unser Ziel ist!“

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(Red.)/Bild: GEPA