Randale und Festnahmen nach Westderby in Innsbruck
Nach dem Westderby in der 2. Fußball-Liga zwischen den Traditionsvereinen Wacker Innsbruck und Austria Salzburg (0:1) Freitagabend im mit mehr als 16.100 Zuschauern ausverkauften Tivoli Stadion ist es zu Randalen gekommen.
Vor allem teils vermummte Wacker-Anhänger sorgten für Übergriffe – zunächst um das Stadion herum, dann in der Innenstadt. Fünf Personen wurden festgenommen – zwei wegen des Verdachts des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und drei wegen Raufhandels.
Dies teilte die Polizei am Samstag in einer „vorläufigen Bilanz“ mit. Zudem gab es neun kurzzeitige Verwaltungsfestnahmen. Insgesamt 21 Anzeigen wegen Anstandsverletzungen, Ordnungsstörung, aggressiven Verhaltens bzw. wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot wurden erstattet, hieß es. Angaben zu Verletzten oder Sachschäden gab es zunächst nicht.
Nach dem Spielende hatten mehr als 150 überwiegend vermummte Fans des unterlegenen FC Wacker einen Begrenzungszaun der östlich des Stadions gelegenen Sportanlage durchbrochen – offensichtlich um die Gästefans anzugreifen. Dabei wurden unter anderem Feuerwerksraketen in Richtung der eingesetzten Polizisten sowie der Gästefans abgeschossen. Nur durch ein konsequentes Einschreiten hätten weitere gewalttätige Angriffe verhindert werden können, wurde betont. Die Polizisten mussten Pfefferspray und Stöcke einsetzen.
Krawalle in Innenstadt
Danach verlagerten sich die Krawalle zwischen den Anhängern der beiden Vereine in die Innenstadt. Auch dort sei es zu „gewalttätigen Konfrontationen, Raufhandel und Widerständen gegen einschreitende Polizeibeamte“ gekommen, teilte die Landespolizeidirektion mit.
Das Westderby galt als sogenanntes Hochrisikospiel. Bis zu 600 Polizeibeamte wurden aufgeboten. Vor dem Spiel war es auch zu Fanmärschen beider Lager gekommen.
