Rangnick über Prass: „Da hat er noch Luft nach oben“
Beim 1:1 in der Nations League gegen Slowenien durfte Alexander Prass einmal mehr auf der Linksverteidigerposition starten. Nach dem Spiel gab es von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick einerseits Lob, aber auch Kritik für den ehemaligen Sturm-Profi.
„Wenn jemand vor einem Jahr vorhergesagt hätte, dass bei der EURO ein Alexander Prass in wichtigen Spielen und auch heute wieder als linker Verteidiger spielt…Er hat seine Sache auch heute wieder gut gemacht“ lobte Rangnick die grundsätzliche Leistung des 23-Jährigen nach dem Auftakt in der Nations League.
Dennoch sah Rangnick bei Prass im Spiel gegen die Slowenen auch Dinge, die ihm noch nicht gefallen haben. „Er hat am Schluss den ein oder anderen telefonierten Pass gehabt. Da hat er sich vorgenommen, den Pass zu spielen, aber in der Zwischenzeit ist der Gegner dazwischen gelaufen. Da hat er noch Luft nach oben“, erklärte der Teamchef auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Gleichzeitg nahm Rangnick Prass auch in Schutz – wohlwissend, dass sich der dynamische Linksfuß erst an seine neue Rolle im Nationalteam gewöhnen muss. „Man darf nicht vergessen, dass er heute in Summe erst sein viertes oder fünftes Spiel als linker Verteidiger in einer Viererkette gemacht hat. Vorher hat er das noch nie gespielt“, sagte Rangnick.
„Was er jetzt in Hoffenheim als linker Flügelspieler in einer anderen Grundordnung spielt, kann man nicht mit dem vergleichen, was hier bei uns gefordert wird. Ich finde, er hat seine Sache auch heute wieder gut gemacht“, so Rangnick weiter.
Am Freitagabend absolvierte Prass erst sein drittes Länderspiel über die volle Spielzeit als Linksverteidiger – in allen drei Partien blieb das ÖFB-Team ungeschlagen. Nach Siegen im Test gegen Serbien und bei der EM gegen die Niederlande folgte nun das Remis gegen Slowenien.
„Vollkatastrophe“: Rangnick übt harte Kritik nach Auftaktremis
Bild: GEPA