Rapid-Gegner gesucht: Ried und WAC im Duell um EC-Playoff-Finale
Die SV Ried und der Wolfsberger AC dürfen aus der Qualifikationsgruppe der ADMIRAL Bundesliga noch auf einen Europacup-Startplatz hoffen.
Die „Nummer eins von unten“ aus dem Innviertel genießt im Halbfinale des Playoff am Dienstag (ab 18 Uhr live auf Sky Sport Austria 1) gegen die in der Tabelle punktgleich dahinter gelandeten Wolfsberger das Heimrecht. Auf den Sieger wartet in den Finalspielen am Freitag und kommenden Montag Rekordmeister Rapid, der die Meistergruppe nur als Fünfter beendet hat.
Nicht nur, da es in der Tabelle allgemein sehr eng zugegangen war, scheint der Ausgang der Partie völlig offen. Seit dem Start des neuen Ligamodus mit der Saison 2018/19 setzte sich in der ersten Playoff-Runde viermal der Siebente und dreimal der Achte durch. Vergangene Saison war der siebentplatzierte LASK gegen Hartberg 2:0 erfolgreich. Der WAC verlor 2023 und 2024 jeweils als Siebenter, zuerst gegen Austria Lustenau, dann gegen die Wiener Austria, jeweils 1:2. Diesmal könnte der aktuelle Erfolgslauf für sie sprechen.
WAC will Siegeslauf fortsetzen
Neo-Coach Thomas Silberberger konnte das Ruder herumreißen, auch ein dreitägiger Ausflug nach Mallorca als Belohnung für den Klassenerhalt brachte die Lavanttaler nicht von der Siegerstraße ab. Auf ein 1:0 gegen den GAK, 4:1 in Altach und 1:0 in Ried folgte am Samstag ein 2:0 gegen die WSG Tirol. Silberberger sprach von einer „coolen Herausforderung“ in Ried. „Nach einer sehr schwierigen Saison haben wir jetzt ein Bonusspiel. Es wird sicher ein unheimlich intensives Spiel. Wir freuen uns auf ein volles Haus und wollen die Saison noch krönen“, sagte der Tiroler.
Das jüngste 1:0 war der einzige WAC-Erfolg in den direkten Saisonduellen. Im Grunddurchgang gab es für den seit vergangenen Sommer Ex-Rieder Fabian Wohlmuth und Co. ein Heim-1:2 und Auswärts-0:1, das erste Qualigruppen-Match endete 0:0. Auch die Rieder verspüren keinen Druck, wurde doch das Saisonziel Klassenerhalt souverän geschafft. „Das Spiel ist eine weitere Belohnung für die harte Arbeit in den vergangenen Jahren von allen Beteiligten“, betonte Sport-Geschäftsführer Wolfgang Fiala.
Bajic verlängert Vertrag bis 2030
Er setzt wie sein Coach auf den Heimvorteil. „Wir haben uns unser Halbfinale um Europa über zehn Monate erarbeitet. In so einem bedeutenden Spiel die Fans im Rücken zu haben, gibt uns viel Kraft. Wir werden mit 100 Prozent SV-Ried-Identität auftreten und freuen uns auf dieses Highlight“, verlautete Maximilian Senft.
Sein Team verlor zuletzt 0:2 in Altach, hatte aber Platz eins im „unteren Playoff“ sicher. Für Impulse soll am Dienstag auch Ante Bajic sorgen. Die Vertragsverlängerung mit dem oberösterreichischen Offensivspieler bis 2030 wurde am Montag offiziell. Bajic will die Chance auf den Europacup nutzen. Auf eine „sehr gute Saison“ könne man aber in jedem Fall zurückblicken, bekräftigte der 30-Jährige.
(APA)/Bild: GEPA
