Rapid-Profi Kara über den Sieg: „Haben ein Erfolgserlebnis gebraucht, um ein bisschen Selbstbewusstsein zu tanken“

via Sky Sport Austria
  • Dietmar Kühbauer über seine Mannschaft: „Man hat schon gemerkt, dass sie ein bisschen angespannt waren, aber trotzdem haben sie von der ersten Minute versucht die Tore zu schießen.“
  • Maximilian Hoffmann: „Vor allem vor der Länderspielpause, wo wir doch einige Male einen auf den Deckel bekommen haben, tut der Sieg schon gut.“
  • Zoran Barisic: „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft – aber es ist natürlich Steigerungspotenzial vorhanden.“
  • Thomas Silberberger: „Tabellenletzter ist glaube ich keiner gerne.“
  • Sky-Experte Janko über Rapid: „Die Art und Weise und auch die Höhe kann jetzt beflügeln für die kommenden Aufgaben.“

SK Rapid Wien gewinnt gegen WSG Tirol mit 5:2. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 10. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

SK Rapid Wien – WSG Tirol 5:2 (1:1)

Schiedsrichter: Christopher Jäger

Dietmar Kühbauer (Trainer Rapid)
…vor der Partie über die 2G Regelung: „Natürlich ist es schade, dass sich der Block entschieden hat uns heute nicht zu supporten. Sie haben es immer wirklich toll gemacht und das würde natürlich auch der Mannschaft sehr helfen. Das es jetzt eben diese Regelung gibt, kann man auch nicht ganz verstehen. In ganz Europa sind die Stadien voll und es wird supported, in Wien treffen wir dann so eine Entscheidung. Das sind uns aber leider die Hände gebunden.“

…über den Sieg: „Der Sieg hilft uns allen. Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns, weil wir gewusst haben, hätten wir nicht gewonnen oder sogar verloren, dann wären wir Tabellenletzter gewesen. Das wäre dann nicht schön gewesen. Die Jungs haben das heute wirklich gut gemacht. Man hat schon gemerkt, dass sie ein bisschen angespannt waren, aber trotzdem haben sie von der ersten Minute versucht die Tore zu schießen. Das es fünf geworden sind, war wunderbar. Ich bin sehr zufrieden, weil die Situation nicht einfach war.“

…ob der Druck jetzt noch immer da ist: „Bei uns ist immer Druck, mit dem muss man hier leben. Das ist ganz normal bei Rapid. Weil es so ist, wie es ist, dann hat man eben Druck. Andererseits kann man das nicht ändern und ich werde das auch nicht ändern.“

…über die Leistung von Kara: „Ich habe gestern mit ihm gesprochen und habe gesagt, er kennt seine Situation nicht, wo er eine längere Zeit nicht getroffen hat. Für ihn war es so, dass er immer getroffen hat. Jetzt hat er diese Phase gehabt, aber er muss da einfach locker sein. Mit dem Dreier heute hat er Lockerheit bewiesen. Das hilft ihm und uns natürlich auch.“

…über die Partie: „Für mich war das nichtgegebene 1:0, ein klares Tor. Für mich definitiv klein Foul. Oswald hat die Hand nicht beim Ball gehabt, aber egal. Dann bekommen wir das Tor, was anscheinend regulär war. Wir haben dann zur rechten Zeit den Ausgleich gemacht und dann war schon eine gewisse Wut da, dass wir gesagt haben, das werden wir jetzt trotz allem über die Bühne bringen. Das es dann in der zweiten Halbzeit so gut funktioniert hat, ist umso schöner.“

Ercan Kara (Rapid)
…über die Partie: „So eine Partie haben wir alle mal gebraucht. Wir sind froh, dass wir den Sieg endlich eingefahren haben.“

…was dieses Erfolgserlebnis auslöst: „Wir haben ein Erfolgserlebnis gebraucht, um ein bisschen Selbstbewusstsein zu tanken. Jetzt haben wir das und sind wieder in der richtigen Spur.“

…über die letzten Wochen und die Kritik: „Ja das ist normal. Als Fußballer muss man damit umgehen können, da muss man mental stark sein. Am Platz kannst du dann die beste Antwort geben.“

…über den Torjubel nach dem ersten Tor: „Ich wusste, dass ich noch ein paar Tore heute machen werde.“

…über Taxiarchis Fountas: „Taxi ist ein wichtiger Spieler für uns. Wir brauchen ihn auf jeden Fall. Ich finde, wenn wir beide offensiv unsere Leistungen abrufen, dann können wir sehr viel bewirken. Das funktioniert nur zusammen.“

…was der Sieg bei der Mannschaft auslöst: „Wir wollten es in die richtige Richtung bringen, das haben wir gemacht. Darüber sind wir glücklich.“

…angesprochen auf das ÖFB-Team: „Ich wäre sicherlich gerne dabei gewesen, aber man nimmt das so hin.“

Maximilian Hofmann (Rapid)
…ob man heute dem Trainer den Job gerettet hat: „Es wird so viel geschrieben und so viel geredet. Natürlich ist der Trainer immer der, wenn es nicht läuft, der als Erster gehen muss. Das ist einfach im Fußball so. Es wird einfach immer schnelllebiger und der Trainer ist der Erste, der gehen muss, wenn es nicht rennt. Ich bin froh, dass er da ist. Wir stehen alle hinter dem Trainer und er genauso hinter uns.“

…über die Partie: „Man hat schon gemerkt, dass es nicht das ist, wo Rapid hingehört. Das merkt man von den Fans und das merkt man von den Verantwortlichen und das ist auch nicht der Anspruch, den wir haben. Von dem her war es für den ganzen Verein, für die Fans und für die gesamte Mannschaft brutal wichtig, dass wir einfach mal wieder anschreiben und sehen, dass wir es doch können. Vor allem vor der Länderspielpause, wo wir doch einige Male einen auf den Deckel bekommen haben, tut der Sieg schon gut.“

Christoph Peschek (Geschäftsführer Wirtschaft Rapid)
…über die 2G Regelung: „Ich weiß es können viele nicht mehr hören, aber die Corona-Krise ist einfach noch nicht vorbei. Wir sind der Klub, der am allermeisten davon betroffen ist. Insofern ist es emotional wie wirtschaftlich für uns ein Verlust, wenn weniger Menschen im Stadion sind. Die Entscheidung ist aber zu akzeptieren, es ist eine freie Entscheidung für jeden einzelnen. Wir versuchen mit Vorbild Wirkung voranzugehen.“

…ob es sich finanziell ausgeht den Trainer zu wechseln: „Es ist ganz klar unser Ziel, dass wir gemeinsam wieder in die Erfolgspur zurückkehren wollen. Wir vergessen auch nicht, dass wir zweimal Vizemeister geworden sind, dass wir zum zweiten Mal hintereinander in der Gruppenphase sind, dass wir sieben U-21 Nationalteamspieler haben. Insofern ist es keine Frage des finanziellen, sondern es ist unser klares Ziel, dass wir sportlich aus der Krise herauskommen. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir handlungsfähig sind, ändert aber nichts daran, dass wir sportlich wieder in die Erfolgspur zurückwollen.“

Zoran Barisic (Geschäftsführer Sport Rapid)
…ob die Mannschaft dem Trainer heute den Job gerettet hat: „Nein. Sagen wir es so, es war eine ziemlich schwierige Situation. Der Druck war sehr groß. Die Mannschaft hat dem standgehalten. Sie sind in der ersten Halbzeit ein bisschen verunsichert ins Spiel reingegangen und haben die ein oder andere Chance vergeben. Zwei VAR-Entscheidungen waren auch nicht unbedingt für uns. Trotzdem war es aufgrund der zweiten Halbzeit verdient und eben auch in dieser Höhe.“

…wo es Verbesserungspotenzial gibt: „Grundsätzlich ist es so, dass wir uns in allen Aspekten verbessern wollen und auch müssen. Wichtig ist es, dass die Mannschaft mit auch so einer Situation klargekommen ist. Dass sie auch gezeigt hat mit so einem großen Druck umgehen zu können. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man weiß, was alles auf uns einprasselt im Moment. Deshalb ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Aber es ist natürlich Steigerungspotenzial vorhanden in vielen Aspekten des Spiels.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG Tirol)
…über die Partie: „Fakt ist, das was Rapid nicht gelungen ist, ist uns innerhalb zwei Minuten gelungen – das Publikum abzudrehen. Mit dem Pausenpfiff bekommst du dann das 1:1 mit dem Anstoß dann das 2:1 – ja furchtbar. Da gibt es noch ein ganz blödes Elferfoul für das 3:1 und dann nimmt das Spiel so in Fahrt auf. Am Ende des Tages steht halt ein 5:2 im Buche.“

…über die rote Karte von Raffael Behounek: „Er hat in der Kabine jetzt gesagt, dass er nichts Verwerfliches gesagt hat. Er hat nur die Abseitsentscheidung kritisiert. Ob es für Rot reicht, werden wir sehen oder wie die Sperre dann ausschaut. Es passt jetzt wunderbar ins Gesamtbild rein.“

…über den letzten Platz in der Tabelle: „Tabellenletzter ist glaube ich keiner gerne. Es hat sich aber nicht viel verändert. Die Tabelle gibt extrem viel her. Wir werden dann halt wieder mal von einem Pflicht- oder Musssieg sprechen. So wie heute Rapid von einem Pflichtsieg gesprochen hat gegen Tirol, müssen wir gegen Hartberg von einem Pflichtsieg sprechen. Wichtig ist es jetzt Ruhe zu bewahren und das aufzuarbeiten.“

Marc Janko (Sky Experte)
…über Rapid: „Das war jetzt mal ein beeindruckendes Zeichen, wie man jetzt mit dieser Durststrecke umgegangen ist. Die Art und Weise und auch die Höhe kann jetzt beflügeln für die kommenden Aufgaben.“

…über Ercan Kara: „Wenn man drei Tore schießt nach einer Durststrecke, dann gibt das enormes Selbstvertrauen. Durch diesen fulminanten Sieg kann der eine oder andere Knoten gelöst worden sein.“