Rapid spaziert zu neunter Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase
Rapid hat in souveräner Manier das Ticket für die Fußball-Europa-League gelöst. Der Vizemeister siegte am Donnerstag im Play-off-Rückspiel bei Sorja Luhansk 3:2 und steht dank eines Gesamtscores von 6:2 zum neunten Mal in der Gruppenphase – damit sind die Hütteldorfer gemeinsam mit PSV Eindhoven und Lazio Rom Rekordhalter. Angenehmer Nebeneffekt ist ein Startgeld von 3,6 Millionen Euro, dazu kommen weitere Einnahmen etwa durch Kartenverkäufe oder mögliche Punkteprämien.
Während Rapid beim Heim-3:0 vor einer Woche noch gehörig wackelte, geriet man diesmal nie wirklich in Gefahr. Zu verdanken war dies unter anderem einer optimalen Anfangsviertelstunde, in der Marco Grüll und Leo Greiml für eine komfortable 2:0-Führung sorgten.
Trainer Dietmar Kühbauer zeigte sich danach hochzufrieden. „Das war eine Top-Leistung von uns. Wir haben vom Start weg das durchgezogen, was wir uns vorgenommen haben, und hatten mit dem schnellen 2:0 auch einen guten Spielverlauf“, sagte der Burgenländer gegenüber Ö3/Radio Wien. Der Aufstieg sei verdient gewesen. „Bei diesem Gesamtscore stellt sich nicht die Frage, wer die bessere Mannschaft war.“
Der Auftritt in der Ukraine bedeutete bereits das sechste Europacup-Match der Grün-Weißen in diesem Sommer. „Es war sehr viel Stress und Arbeit, aber wir haben uns schlussendlich belohnt und ich freue mich für das Team, den Club und die Fans“, meinte Kühbauer und lobte seine Schützlinge. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie eine Einheit ist und unbedingt in die Europa League will, deshalb bin ich sehr stolz auf sie.“
Auf Rapid wartet nun am Sonntag das Derby bei der Austria und anschließend die Länderspielpause, ehe ein ereignisreicher Herbst mit zahlreichen englischen Wochen bis Dezember bevorsteht. „Unser Kader ist sehr klein. Die Jungs haben in den letzten Wochen Unglaubliches geleistet. Ich hoffe, dass sich keiner verletzt, doch im Fußball weiß man, mit vielen Spielen können Verletzungen passieren, ich will es aber nicht heraufbeschwören“, verlautete Kühbauer.
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Vorerst stand jedoch nicht die Sorge wegen der bevorstehenden Strapazen, sondern die Freude über das eben Erreichte im Mittelpunkt. Daher hatte Kühbauer auch gegen Freudengesänge beim Heimflug nichts einzuwenden. „Sie können singen, bis ihnen die Stimmbänder wehtun“, versprach der Coach, betonte aber auch: „Am Sonntag ist das nächste Spiel, deshalb kann man Dinge nicht tun, die man gern tun würde und die wir in früheren Jahren vielleicht gelegentlich gemacht haben. Aber da hatten wir auch nicht diese Belastung.“
Greiml war nach seinem ersten Tor für Rapid auch ohne rauschende Party glücklich. „Für mich als 20-jähriger Bursch gibt es nichts Geileres, als in der Europa League zu spielen, außer natürlich in der Champions League, und die wird auch noch kommen“, vermutete der Verteidiger aus Niederösterreich.
(APA)
Bild: GEPA