Rapid-Trainingsauftakt mit einigen Abwesenden
Rapid ist am Montag bei eisigen Temperaturen und ohne einige Profis ins neue Fußballjahr gestartet. In der ersten Einheit im Trainingszentrum beim Happel-Stadion fehlten Leopold Querfeld und Jonas Auer wegen ihres Grundwehrdienstes, das Duo steht ab Samstag wieder zur Verfügung. Nenad Cvetkovic und Aleksa Pejic bekamen aufgrund des orthodoxen Weihnachtsfests länger frei und steigen am Dienstag ein. Länger nicht dabei sein wird Thierry Gale.
Der 21-Jährige zog sich beim Lauftraining in seiner Heimat Barbados eine komplizierte Verletzung des großen Zehs zu, wurde bereits in Wien operiert und wird wohl einige Wochen ausfallen. Da Ante Bajic erst kürzlich an Ried abgegeben wurde, ist die Personalauswahl auf den Flügelpositionen derzeit nicht allzu groß – wohl auch deshalb ist ein Verkauf von Marco Grüll in der Winter-Übertrittszeit laut Geschäftsführer Sport Markus Katzer kein Thema.
Katzer: Grüll wird im Winter nicht verkauft
„Ich kann relativ ehrlich sagen, bei ihm ist es nicht so, dass wir vorhaben, ihn herzugeben“, sagte Katzer. Grülls Vertrag läuft im Sommer aus, danach dürfte ein ablösefreier Abschied bevorstehen, denn eine Verlängerung ist nicht zu erwarten. „Wir werden sicher noch ein Gespräch haben, aber man muss realistisch sagen, dass es immer schwieriger wird. Ich glaube – was ich auch verstehen kann -, dass der Spieler irgendwann den nächsten Schritt machen will“, meinte Katzer.
Bereits im Winter könnte Pejic die Hütteldorfer verlassen, dafür ist man bei Rapid bemüht, die Weichen für einen Verbleib von Guido Burgstaller über diese Saison hinaus zu stellen. „De facto haben wir dazu noch keine Gespräche geführt, aber wir werden das im Jänner machen“, erklärte Katzer.
Katzer: „Schön, wenn es Interesse aus dem Ausland gibt“
Zuletzt gab es Spekulationen um einen Winter-Abgang von Querfeld und Nicolas Kühn. Katzer zeigte sich diesbezüglich abwartend. „Wenn das Angebot passt, muss man sich damit beschäftigen.“ Neue Spieler werden wohl nur dann kommen, wenn ein Stammakteur den Verein verlässt, so der Sportchef.
Rapids erstes Pflichtspiel in diesem Jahr steigt am 4. Februar im Cup-Viertelfinale daheim gegen den SKN St. Pölten, eine Woche später erfolgt mit dem Auswärtsmatch gegen den WAC der Start in die Liga. Derzeit liegen die Grün-Weißen als Sechster gerade noch auf Kurs Richtung Meistergruppe – diese Platzierung soll in den letzten fünf Runden des Grunddurchgangs zumindest gehalten werden. „Aktuell ist das Ziel, sich fürs obere Tableau zu qualifizieren und im Cup weiterzukommen. Dann schauen wir weiter“, sagte Trainer Robert Klauß.
Rapid reist von 15. bis 26. Jänner nach Belek
In den kommenden Tagen legt der Deutsche den Fokus auf Gegenpressing und das Spiel gegen den Ball, im Trainingscamp von 15. bis 26. Jänner in Belek rücken dann unter anderem das Spiel mit dem Ball und Offensiv-Standards in den Vordergrund. „In der Türkei haben wir viel Zeit mit der Mannschaft und im Analyseraum. Da können wir viele Dinge festigen, und ich kann die einzelnen Spieler noch besser kennenlernen“, meinte der seit November amtierende Klauß.
Der Nachfolger von Zoran Barisic weiß, dass für seinen Verein in den kommenden Wochen und Monaten viel auf dem Spiel steht. „Druck ist immer da, weil wir den Anspruch haben, zu den besten Mannschaften Österreichs zu gehören. Und dem wollen wir gerecht werden“, betonte Klauß.
Klauß spricht über Winterabgänge von Bajic & Greil
(APA) / Bild: GEPA
