INNSBRUCK,AUSTRIA,21.MAR.21- SOCCER - tipico Bundesliga, WSG Tirol vs SK Rapid Wien. Image shows Yusuf Demir (Rapid) and Fabian Koch (Wattens). Photo: GEPA pictures/ Patrick Steiner

Rapid visiert gegen WSG Tirol Ende der Durststrecke an

via Sky Sport Austria

Für Rapid hat die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga mit dem 8:1 beim WAC verheißungsvoll begonnen, seither aber laufen die Hütteldorfer einem Erfolgserlebnis nach. Aus den vergangenen drei Partien schauten nur zwei Punkte heraus, nun soll die Durststrecke am Sonntag (ab 13.30 Uhr live auf Sky Sport Austria 2/streame das Spiel mit dem SkyX-Traumpass) im Heimspiel gegen die WSG Tirol enden.

Die beiden Unentschieden zuletzt gegen Sturm Graz und den LASK sind für Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer jedoch kein Grund zur Klage. „Ich werde nicht anfangen, alles zu hinterfragen nach zwei Spielen, die zwar nicht am obersten Level waren, aber für mich nicht schlecht waren. Die Burschen machen es gut. Es gibt keine Mannschaft der Welt, die jede Woche eine Top-Performance abliefert“, betonte der Burgenländer.

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Die Ausbeute von fünf Punkten aus den ersten vier Meistergruppenpartien ist für Kühbauer „in Ordnung. Ein Dreier würde uns am Sonntag gut stehen, aber das sagen die anderen Mannschaften auch. Wenn wir ihn einfahren, geht das in eine gute Richtung.“

Sein Club liegt sechs Runden vor Schluss acht Punkte hinter Red Bull Salzburg und zwei Zähler vor dem LASK an der zweiten Stelle. Die WSG ist Sechster und damit Meistergruppen-Letzter, könnte aber mit einem Sieg in Wien bis auf drei Punkte an die Hütteldorfer herankommen. Das Gefühl eines Sieges im Allianz Stadion haben die Wattener bereits ausgekostet – im vergangenen Dezember gab es ein 3:0.

„Da sind wir von ihnen überrascht worden. In dieser Form werden und können wir gegen sie nicht agieren, weil sie wirklich eine sehr gute Saison spielen. Aber wir sind auch gut drauf und wollen mit allem, was uns zur Verfügung steht, einen Dreier einfahren“, versprach Kühbauer.

Der Vorteil der Tiroler sei, befreit aufspielen zu können. „Wenn du das Ziel schaffst, mit dem keiner gerechnet hat (Anm.: Teilnahme an der Meistergruppe), dann fällt schon viel Druck ab. Alles, was jetzt noch kommt, ist Draufgabe. (…). Bei uns ist der Druck immer höher, das ist klar“, sagte Kühbauer.



Nicht nur wegen des überraschenden 3:2 der WSG über Salzburg ortete der Ex-ÖFB-Teamspieler beim Gegner eine gewisse Leichtigkeit. „Weil sie fast immer Außenseiter sind und nicht viel zu verlieren haben. Deshalb werden wir sie nicht im Ansatz unterschätzen.“ Es sei allerdings möglich, dass aufgrund der aktuellen englischen Wochen rotiert werde, kündigte Kühbauer an.

Geschont werden könnte unter anderem Kapitän Dejan Ljubicic, der sich zuletzt angeblich zu Transfergesprächen in Rom aufhielt. „Wir regeln das intern und deshalb wird das auch so behandelt“, meinte Kühbauer zu diesem Thema.

Während der Rapid-Coach mit Ausnahme der langzeitverletzten Christopher Dibon, Philipp Schobesberger und Dalibor Velimirovic personell aus dem Vollen schöpfen kann, fehlen WSG-Betreuer Thomas Silberberger mit Tormann Ferdinand Oswald und Goalgetter Zlatko Dedic zwei Stützen.

Dennoch ist der Optimismus ungebrochen. „Wir fahren mit einem richtig guten Gefühl nach Wien-Hütteldorf. Rapid muss gewinnen, wir dürfen unsere Ziele erreichen. Allerdings benötigen wir eine ähnlich intensive Leistung wie am Mittwoch gegen Red Bull Salzburg, um in Wien etwas zu holen“, sagte Silberberger.

Sollte ein neuerlicher Sieg gegen Rapid gelingen, könnte die WSG sogar ein Wörtchen um die Europacup-Plätze mitreden. „Aber daran verschwende ich keinen Gedanken, wenngleich die Situation natürlich cool für uns ist“, erklärte Silberberger.

Der Tiroler warnte nach der Überraschung gegen Salzburg vor einer möglichen Selbstzufriedenheit. „Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir jetzt nicht wieder mit ein paar Prozent zu wenig in Hütteldorf anreisen – dann geht es ganz schnell in die falsche Richtung. Durch den unerwarteten Sieg gegen Red Bull haben wir eine zweite Chance erhalten, in der Meistergruppe anzudocken. Die gilt es jetzt zu nutzen.“

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(APA)

Artikelbild: GEPA