Rassismus-Vorfälle: Vinicius Jr. bricht auf Pressekonferenz in Tränen aus
Der brasilianische Nationalspieler Vinicius Jr. ist am Montag auf einer Pressekonferenz in Tränen ausgebrochen.
„Ich sehe es (Rassismus, Anm. d. Red.) schon seit langem und jedes Mal werde ich trauriger und habe weniger Lust zu spielen“, sagte der Star von Real Madrid. In Spanien ist er immer wieder Opfer von rassistischen Beleidigungen. Ein Vorfall Anfang März beim Auswärtsspiel gegen den FC Valencia sorgte für weltweite Empörung.
Zu einem anderen Verein wechseln möchte der 23-Jährige aber nicht. „Ich würde den Rassisten geben, was sie wollen“. Beim „besten Verein der Welt“ wolle er „so viele Tore wie möglich schießen“, sagte Vinicius Jr.
Beleidigungen gegen Vinicius Jr.
Zuletzt wurde Vinicius Jr. sogar vor dem Champions-League-Achtelfinale zwischen Atletico Madrid und Inter Mailand beleidigt – obwohl er dabei gar nicht anwesend war. „Das ist eine traurige Realität“, sagte der Flügelspieler.
Vinicius Jr. spielt seit 2018 für Real und reifte seitdem zu einem der wichtigsten Spieler im Team von Trainer Carlo Ancelotti. In bisher 253 Spielen erzielte der Offensivakteur 77 Tore und verbuchte 72 Assists für die Königlichen.
Vinicius Jr. fordert „mehr Gleichberechtigung“
Vinicius sprach am Vortag des Freundschaftsspiels am Dienstag im Madrider Bernabéu-Stadion offen über seinen Kampf gegen Rassismus. Das Spiel wird unter dem Motto „Eine Haut, eine Identität“ stehen, um auf das Thema Rassismus aufmerksam zu machen – knapp zehn Monate, nachdem der Real-Madrid-Star bei einem Ligaspiel in Valencia rassistisch beleidigt worden war.
„Ich möchte, dass wir in naher Zukunft mehr Gleichberechtigung und weniger Rassismus haben, dass schwarze Menschen ein normales Leben führen können. Dass sie nach Hause kommen und keine Probleme haben“, sagte Vinicius. „Ich will mit dem Kopf beim Spiel sein, und manchmal kann ich das nicht.“
(SID/sport.sky.de/APA).
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