Reaktionen zum Spiel gegen Großbritannien und dem Klassenerhalt
Österreich hat mit einem 5:3-Sieg gegen Großbritannien den Klassenerhalt bei der Eishockey-WM fixiert. Hier die Reaktionen:
Roger Bader (Teamchef)
„Wenn man als Aufsteiger, wie auch immer das zustande gekommen ist, die Klasse halten kann, ist auf jedem Fall die Mission erfüllt. Das war unser Ziel. Heute war es ein ‚Big Game‘, das hat sehr schlecht angefangen. Das erste Drittel war mit Riesenabstand das schlechteste vom ganzen Turnier. Da haben wir gar nichts umgesetzt, was wir normalerweise tun. Der Grund, warum wir es noch drehen konnten, ist, weil die Gruppe, von den Menschen, so ein extrem gutes Team ist. In der letzten Pause habe ich die Devise vorgegeben: jede Scheibe tief, ich will Körperspiel sehen, es gibt nichts mehr zu schonen.“
Thomas Raffl (Kapitän)
„Im Profisport ist der Unterschied zwischen gewinnen und verlieren so schmal, ich bin heute nur froh, dass ich auf der Gewinnerseite stehe. Es war ein Spiel, wo es um alles oder nichts geht. Man hat den ganzen Tag, wo man darauf wartet. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, das ist ein Lernprozess. Die Nerven spielen in so einem Spiel eine Rolle. Wenn es nicht so läuft, versucht man mehr zu machen, das ist kontraproduktiv. Wir haben uns von Drittel zu Drittel gesteigert und im dritten Drittel unseren Spielrhythmus gefunden. Gott sei Dank sind wir zurück zu den Basics, am Ende hat man gesehen, dass sich das auszahlt.“
Bernhard Starkbaum (Torhüter)
„Für schwache Nerven war das sicher nichts. Wir haben gemerkt, es läuft nicht so. In den anderen Partien haben wir mehr das Spiel zerstört, gegen uns haben das die Briten gemacht. Wir haben einfach nicht aufgegeben. Wir wussten ja, wie wir sie knacken können. Wir sind am Schluss für die harte Arbeit im ganzen Turnier belohnt worden. Ich bin froh und stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Was wir in den letzten Wochen geleistet haben, war hart erarbeitet. “
Dominique Heinrich
„Es war ein hervorragendes Turnier, bis auf die ersten zwei Drittel gegen Großbritannien. Sonst können wir stolz auf uns sein. Wir waren vielleicht ein bisschen nervös, es ist viel auf dem Spiel gestanden. Im Endeffekt waren wir stark genug und haben es geschafft. Vor dem letzten Drittel haben wir gewusst, wir müssen zusammenhalten, dürfen nicht zerbrechen, müssen mehr Schüsse zum Tor bringen, das war dann der Schlüssel zum Erfolg. Es freut uns, dass wir es geschafft haben nach diesem Superturnier. Vor ein paar Jahren haben wir gegen die Italiener so ein Spiel verloren, heute gewonnen, es ist ein Fortschritt zu sehen.
Marco Kasper
„Klassenerhalt geschafft, Ziel erreicht. Es war nicht das beste Spiel, aber wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste.“
Benjamin Nissner
„Wir sind glücklich mit unseren Leistungen über das ganze Turnier. Obwohl es heute am Anfang nicht so ausgeschaut hat, haben wir das Spiel noch gedreht und haben das Ende perfekt gemacht. Die ganz Partie, der ganze Tag, da bist du einfach nervös. Wie bei einem Spiel sieben in einer Serie, es geht um alles oder nichts. Ab Mitte des zweiten Drittels war es besser, das dritte Drittel war super. Wir sind einfach happy. Man sieht, mit den Leistungen, die wir hier gezeigt haben, dass es bergauf geht. Wir haben Tschechien geschlagen, einen Punkt gegen Lettland und USA geholt, über das Turnier gut gespielt.“
Peter Schneider
„Wir haben uns in der Kabine gegenseitig motiviert. Eislaufen, Zweikämpfe gewinnen. Und wir haben uns vorgenommen, dass wir das Turnier positiv abschließen. Unglaublich geil. Ich bin richtig stolz auf die Jungs. Wir haben wahrscheinlich auf dem Papier nicht die stärkste Mannschaft gehabt, aber wir haben als Einheit gespielt. Unglaublich, welchen Schritt einige junge Spieler bei ihrer ersten WM gemacht haben.“
(APA) / Bild: GEPA
