Real und Barca wollen sich Cup-Final-Clasico erarbeiten
Real Madrid und der FC Barcelona könnten erstmals seit 2014 wieder in einem Finale der Copa del Rey aufeinandertreffen.
Vor einem möglichen Clasico gilt es für die spanischen Fußball-Topteams aber, die Halbfinal-Aufgabe zu meistern. Die „Königlichen“ verteidigen am Dienstag möglicherweise mit ÖFB-Star David Alaba im Estadio Bernabeu einen 1:0-Vorsprung gegen Real Sociedad, die Katalanen treten nach einem Hinspiel-4:4 am Mittwoch (jeweils 21.30 Uhr) bei Atetico Madrid an.
Alaba spielte beim 2:1 gegen Rayo Vallecano in der Liga am 9. März durch, wurde in den jüngsten drei Pflichtspielen aber nicht aufgeboten. Durch seine Einsätze für das ÖFB-Nationalteam in den Nations-League-Play-off-Duellen mit Serbien am 20. und 23. März ist er trotzdem mit Spielpraxis ausgestattet. Sollte der 32-jährige Wiener zum Zug kommen, wäre es sein zehnter Pflichtspieleinsatz in einer Saison, in der er nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback gegeben hat.
Kalender „zermürbt“ Spieler „sehr“
„Es motiviert mich, nah an einem Finale dran zu sein, genauso wie die Spieler und den Verein“, sagte Real-Trainer Carlo Ancelotti. Der Vorteil aus dem Hinspiel stimme ihn zuversichtlich. Keine Freude hat er mit dem engen Terminkalender, ist es doch das erste von fünf Spielen innerhalb von 15 Tagen. „Wir versuchen, die Spieler fokussiert zu halten, aber es ist ein bisschen komplizierter, weil uns der Kalender sehr zermürbt“, kritisierte der 65-jährige Italiener.
Dass trotzdem noch die Chance auf drei Titel besteht, haben die Madrilenen vor allem auch Kylian Mbappe zu verdanken. 32 Tore in 44 Pflichtspielen zeugen von enormer Qualität. Besser steht da in dieser Saison nur Robert Lewandowski da. Barcelonas Stürmerroutinier traf 38 Mal in 42 Partien, mit 25 Treffern ist er auch in LaLiga vor Mbappe (22) das Maß aller Dinge.
Lewandowski in Torlaune
„Ich weiß, dass viele Leute über mein Alter gesprochen haben, aber ich sage immer, dass ich seit meinem 21. oder 22. Lebensjahr darauf hingearbeitet habe, viele Jahre auf höchstem Niveau spielen zu können“, sagte der 36-jährige Pole nach seinem Doppelpack beim Liga-4:1 gegen Girona am Sonntag. „Körperlich fühle ich mich großartig und wenn man sich die Daten anschaut, gibt es keinen Unterschied zwischen meinen Zahlen vor ein paar Jahren und heute.“
In der Liga ist Barca nach neun Siegen in Folge weiter drei Punkte vor Real, im Cup haben die Katalanen nach einer an Spannung nicht zu überbietenden Partie im Hinspiel gegen Atletico eine deutlich schwierigere Ausgangslage. Vergangene Saison scheiterte der 20-fache Cupsieger Real (zuletzt 2023) schon im Achtelfinale, der 31-fache Cupsieger Barca (zuletzt 2021) im Viertelfinale. Atletico hatte im Halbfinale gegen den späteren Champion Athletic Bilbao den Kürzeren gezogen wie auch Sociedad gegen Vorjahresfinalist Mallorca.
(APA) / Bild: Imago
