Rechtsverteidiger Kimmich: „Ist das noch eine Schlagzeile wert?

Joshua Kimmich ist aktuell als Rechtsverteidiger gesetzt – beim FC Bayern und in der deutschen Nationalmannschaft. Seine Zukunft ist offen.

Joshua Kimmich lächelte kurz, als er nach seiner Lieblingsposition gefragt wurde. „Ihr kennt doch die Antwort. Ist das noch eine Schlagzeile wert?“, fragte der 29-Jährige in die Runde und fügte mit einem Schmunzeln an: „Ich spiele überall sehr gerne und sehe mich da, wo der Trainer mich aufstellt.“

Nagelsmann plant ebenfalls mit Kimmich als Rechtsverteidiger

Aktuell sieht Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel Kimmich als Rechtsverteidiger. Auf dieser Position einer Viererkette wird der ehrgeizige Profi zunächst auch in der Nationalmannschaft spielen. Bundestrainer Julian Nagelsmann legte sich darauf mit Blick auf die kommenden beiden Länderspiele in Frankreich (23.3.) und gegen die Niederlande (26.3.) sowie die Heim-EM schon fest. Am Donnerstag ist Kadernominierung.

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„Jeder Spieler, das ist ganz normal, hat die Präferenz, eine Position spielen zu wollen. Aber er ist ein Spieler, der auch Einfluss auf den Erfolg nehmen kann, wenn er nicht auf der Sechs spielt“, sagte Nagelsmann zuletzt schon. Auch Kimmich-Kumpel Leon Goretzka sieht das so: „Ich kenne keinen Rechtsverteidiger auf der Welt, der so einen Einfluss auf das Spiel nehmen kann.“

Kimmichs Vertrag beim FCB läuft 2025 aus

Kimmich würde das Spiel jedoch am liebsten aus der Mittelfeldzentrale heraus lenken. Daraus macht(e) er nie einen Hehl. Deshalb ist im Moment auch nicht klar, wie es mit ihm beim FC Bayern weitergeht. „Es hängt vom neuen Trainer ab, wie er ihn sieht“, sagte Sportvorstand Max Eberl bei Sky und kündigte ein baldiges Gespräch mit dem Führungsspieler an. Immerhin sei Kimmich „ein sehr wichtiger und verdienter Spieler beim FC Bayern München“.

Der Vertrag läuft 2025 aus. Deshalb, so Kimmich nach dem 8:1 gegen Mainz, sei seine Situation „sehr, sehr klar“ und er selbst „sehr, sehr entspannt“. Es gehe gerade „nur darum, meine Leistung zu zeigen. Wir haben eine Europameisterschaft vor der Tür und dann schauen wir, was abgeht.“

Grundsätzlich, ergänzte Kimmich, sei es in München „nicht ganz so schlecht, auch wenn es jetzt in den vergangenen Jahren sportlich nicht so erfolgreich war“. Man müsse, ergänzte er, „auch ganz klar sagen, dass gerade die letzten zwei, drei Jahre nicht immer superklasse waren und man jeden Abend zufrieden gegangen ist“. Heißt für die Zukunft? Alles offen – auch ein Abschied im Sommer scheint nicht ganz ausgeschlossen.

Freund lobt Kimmich: „Selten einen Spieler gesehen, mit so einer Einstellung“

Bayerns Sportdirektor Christoph Freund würde das aber ungern sehen. Er habe „selten einen Spieler gesehen, mit so einer Einstellung“. Kimmich sei „nicht zufällig beim FC Bayern ganz wichtig“. Derzeit nur nicht auf seiner Lieblingsposition.

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(SID) / Bild: Imago