Regelverstoß? Barcelona droht Punktverlust nach Sieg gegen Osasuna

Die Mannschaft von Hansi Flick steht aktuell mit 63 Punkten aus 28 Spielen an der Spitze der La Liga. Am Donnerstagabend besiegte Barcelona Osasuna souverän mit 3:0. Doch nun droht der Sieg aberkannt zu werden.

Wie der spanische Radiosender Cadena COPE berichtet, prüft Osasuna, ob Barcelona mit Iñigo Martínez einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hat. Der Innenverteidiger spielte die kompletten 90 Minuten gegen Osasuna. Hatte zuvor jedoch wegen einer Knieverletzung seine Teilnahme an der spanischen Nationalmannschaft abgesagt.

Laut den FIFA-Regularien dürfen Spieler, die sich aus Verletzungsgründen von einem Länderspiel abmelden, fünf Tage nach dem letzten Spiel der jeweiligen Nationalmannschaft nicht für ihren Verein auflaufen. Da Spaniens letzte Partie der Länderspielpause am Sonntag gegen die Niederlande stattfand, hätte Martínez demnach am Donnerstag gegen Osasuna nicht spielen dürfen.

Die FIFA-Bestimmung (Artikel 5) besagt: „Ein Spieler, der von seinem Verband für eine seiner Auswahlmannschaften nominiert wurde, ist, sofern nicht anders vereinbart, nicht berechtigt, für seinen Klub zu spielen, für den er registriert ist, während des Zeitraums, für den er freigestellt wurde oder hätte freigestellt werden müssen, plus einer zusätzlichen Frist von fünf Tagen.“

Osasuna untersucht nun, ob die spanische Fußballföderation (RFEF) Martínez offiziell aufgrund eines medizinischen Berichts von dieser Regel ausgenommen hat oder ob es eine Absprache mit Barcelona gab, um ihn früher einsetzen zu dürfen. Sollte sich ein Regelverstoß bestätigen, könnte Barcelona das Spiel am Grünen Tisch verlieren.

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Foto: Imago