Rieder Negativrekorde: Benbennek muss um Job bangen
Nach der 0:1-Niederlage bei der Admira ist die SV Ried tief im Abstiegssog gefangen. Die Innviertler, die in der Südtstadt kurz vor Spielende das bittere Gegentor hinnehmen mussten, belegen mit 20 Zählern den letzten Rang in der Tabelle der tipico Bundesliga hinter den punktgleichen Mattersburgern. Der 43-jährige Coach wurde im Sommer 2016 als Nachfolger von Helgi Kolvidsson präsentiert, war aber nicht der Wunschkandidat. Sein deutscher Landsmann Marc Kienle sagte zuvor den für den Job ab. Kein ganzes Jahr später stehen in Ried nun die Zeichen auf Abschied.
Benbennek: „Es liegt nicht in meiner Macht“
Die Statisken sprechen eine klare Sprache – und zwar gegen die Wikinger. Die SV Ried verlor die letzten fünf Bundesligaspiele, das gab es noch nie zuvor und ist ein neuer Negativrekord. Die Punkteausbeute lässt ebenfalls zu wünschen übrig: 20 Punkte aus 23 Spielen konnten errungen werden. Erstmals muss sich der Verein mit so wenigen in der Bundesliga begnügen. In der Fremde sind die Rieder sehr harmlos.
Schiemer: „Man macht sich Gedanken“
Benbenneks Mannschaft verlor die letzten sieben Auswärtsspiele, zuletzt gab es solch eine schlechte Serie im Mai 2010. Schuld an der Misere trägt auch die mangelnde Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor. Zwar stimmten gegen die Admira der Einsatz und die Moral, doch erst nach dem Rückstand waren die Gäste nicht mehr auf Sicherheit bedacht und spielten mit dem Rücken zur Wand nach vorne. Symptomatisch für den Tabellenplatz sind die nur 19 erzielten Tore. So wenige erzielte kein anderer Bundesligist und die Rieder hatten nach 23 Spielen noch nie so wenige auf ihrem Konto. Ein Novum sind zudem die neun torlosen Gastspiele (von insgesamt 12). Benbennek selbst scheint mit dem Klub bereits abgeschlossen zu haben. In der Südstadt schien er sich symbolisch von den Fans und den Spielern zu verabschieden.
Benbennek verabschiedet sich von Mannschaft und Fans