SANKT POELTEN,AUSTRIA,23.JUN.20 - SOCCER - tipico Bundesliga, qualification group, SKN Sankt Poelten vs WSG Tirol. Image shows Nico Gorzel (St.Poelten) and Thanos Petsos (Wattens). Photo: GEPA pictures/ Walter Luger

Robert Ibertsberger: „Jetzt ist richtig Feuer am Dach“

via Sky Sport Austria
  • Sandro Ingolitsch: „Wir haben vieles liegen gelassen heute“
  • Thomas Silberberger: „Das oberste Gebot im Abstiegskampf ist es, die Ruhe zu bewahren“
  • Walter Kogler über den Abstiegskampf in der Qualifikationsgruppe: „Spannung pur bis zum Schluss“
  • Helmut Schwarzl (Präsident spusu SKN St. Pölten) zum Vereinsziel: „Nicht jedes Jahr gegen den Abstieg kämpfen“

spusu SKN St. Pölten spielt 1:1 Unentschieden gegen WSG Swarovski Tirol. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.

spusu SKN St. Pölten – WSG Swarovski Tirol 1:1 (1:0)
Schiedsrichter: Harald Lechner

Robert Ibertsberger (Trainer spusu SKN St. Pölten):
…über das Spiel: „Wir haben einen toten Gegner zum Leben erweckt. Wir hatten die Partie richtig gut im Griff. Wir müssen in der zweiten Halbzeit das 2:0, 3:0 machen und durch eine dumme Aktion bringen wir uns wieder in Unterzahl und es rennt für uns in die völlig falsche Richtung.“

…über die wiederholten gelben Karten: „Ich habe nie davor gewarnt. Ich habe das einmal angesprochen und dann nicht mehr. Es ist unglaublich und nicht nachvollziehbar, dass man an der Seitenlinie reingrätscht. Unglaublich, dass man so ein Spiel aus der Hand geben kann.“

…über die Folgen der heutigen Leistung: „Wir können jetzt nicht an die Tagesordnung übergehen, sondern klar ansprechen, dass viel, was heute passiert ist, gar nicht geht. Es sind viele Fouls passiert, die wir nicht notwendig haben. Jetzt ist richtig Feuer am Dach. Wir hatten heute riesengroße Chance, uns abzusetzen und das haben wir nicht geschafft. Jetzt wird es einfach schwieriger.“

Sandro Ingolitsch (spusu SKN St. Pölten):
…über das Spiel: „Wir haben vieles liegen gelassen heute. Es wäre ein riesiger Schritt heute gewesen. Wir haben das Spiel im Griff gehabt und machen uns das Spiel schwer mit der roten Karte. Wir haben es angesprochen, wieder nicht eingehalten und so ist es schwierig, das Spiel zu gewinnen. Wir haben dann vollkommen den Faden verloren und das hat uns um die wichtigen drei Punkte gebracht.“

…über seine gelbe Karte und die damit verbundene Sperre im kommenden Spiel: „Es war mir klar, dass das in den nächsten Runden passieren wird. Ich möchte alles hineinhauen, was geht und da passieren halt die gelben Karten. Ich hoffe, dass die Jungs das am Samstag gut machen.“

Nico Gorzel (spusu SKN St. Pölten):
…über das Spiel: „Wir aber haben die ganze Partie im Griff gehabt und hatten eine gute Chance aufs 2:0. Dann das dumme Foul und mit einem Mann weniger im Abstieg ist es immer schwierig. Man braucht jetzt ein, zwei Tage, dass man das verarbeitet und dann wieder vollen Fokus auf das nächste Spiel legen. Jedes Spiel ist ein Krieg, es geht um alles.“

Helmut Schwarzl (Präsident spusu SKN St. Pölten) in der Halbzeitpause:
…über die verbleibende Saison und den möglichen Klassenerhalt: „Ich bin der Überzeugung, wir werden es schaffen. Ich glaube an die Mannschaft, sie haben den Kampfgeist und am Ende werden wir oben sein. Natürlich gibt es einen „Falls-nicht“-Plan. Wenn es runtergeht, werden wir auch das überstehen und hart daran arbeiten, dass wir wieder raufkommen.“

…über mögliche Neubesetzungen im Verein und zukünftige Saisonziele: „Natürlich müssen wir planen, aber es gibt nichts Konkretes zu sagen im Moment. Der erste Schritt muss es sein, Stabilität hineinzubringen, mit den Trainern und jungen Spielern weiterzuarbeiten und uns zu etablieren, um nicht jedes Jahr gegen den Abstieg zu kämpfen. Das Ziel ist es, ist konsequent oben zu bleiben und schrittweise über die nächsten Jahre vielleicht ins obere Playoff zu kommen.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Abstiegskampf pur. Die Nerven liegen teilweise blank in der Mannschaft. 30 Minuten war es okay, dann wurden wir intern hektisch, ich weiß nicht warum. Dann bekommt St. Pölten den Elfer geschenkt und wir haben lange gebraucht, bis wir in der zweiten Halbzeit im Spiel waren. Wir schwächen uns durch Dummheit selbst und es sind wieder neun Feldspieler gegen neun Feldspieler. Aber da habe ich dann schon den absoluten Willen der Mannschaft gesehen und wir haben verdient den Ausgleich gemacht. (…) Mit dem 1:1 bin ich zufrieden. Das Überzahlspiel müssen wir besser lösen, das muss ich meiner Mannschaft ankreiden.“

…über das Gebot der Ruhe im Abstiegskampf: „Das oberste Gebot im Abstiegskampf ist es, die Ruhe zu bewahren. Wir haben gezeigt, dass wir intakt sind. Es war eine tolle Reaktion, auf das bauen wir auf. Ärgerlich ist die gelb-rote Karte. (…) Wir sind letztes Jahr aufgestiegen, weil wir bis zum letzten Spieltag absolute Ruhe bewahrt haben und cool und clever waren. Jetzt gehe ich voran und sage, wir bleiben hundertprozentig drinnen.“

Zlatko Dedic (WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Es war ein extrem schwieriges Spiel – Abstiegskampf pur. Am Ende können wir das 1:1 gerne mitnehmen und damit leben. Es erwartet uns aber ein extrem schwieriger Weg weiterhin. Ich bin immer positiv und versuche, mein Bestes zu machen. Es war nicht unser bestes Spiel heute. Wir haben manchmal den Kopf verloren, aber im Abstiegskampf kann das passieren. Wir haben die ersten 30 Minuten gut gespielt, danach dann der unglückliche Elfmeter. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht und dann das 1:1 geschossen. Jetzt nehmen wir den Punkt mit.“

Ferdinand Oswald (WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Die ersten drei Minuten haben wir das gespielt, was wir wollten. Dann sind wir hektisch geworden und waren zu sehr mit uns beschäftigt. Wir waren in Überzahl, haben dann Ausschluss aber leider auch für uns gezogen.“

…über die umstrittene Elfmeterentscheidung: „Da kann ich in jedem Spiel fünf Elfmeter pfeifen, wen ich sowas pfeife.“

…über den Punkt und die momentane Tabellensituation: „Natürlich passt es, wir wollten etwas mitnehmen und haben alles noch selbst in der Hand. Wir sind nach dem 1:0 zurückgekommen, haben das 1:1 gemacht und haben noch die Chance aufs 2:1. Darauf müssen wir aufbauen.“

…über den Corona-Spielmodus: „Es ist extrem anstrengend, vor allem auch mental. Das hätte man vielleicht anders lösen können, vielleicht, dass man bis Ende Juli spielt. Aber wir haben das nicht zu entscheiden, wir wurden auch nicht miteinbezogen.“

Walter Kogler (Sky Experte):
…über die Leistung von spusu SKN St. Pölten: „Zwischenzeitlich hatte St. Pölten alle Trümpfe in der Hand, das Spiel zu gewinnen. Sie hatten die Möglichkeit, das 2:0 zu machen, das haben sie ausglasen und müssen froh mit einem Punkt sein.“

…über die Leistung von WSG Swarovski Tirol: „Es war heute für Tiroler ganz schwierig. Sie erfangen sich und das zeigt, dass die Mannschaft Moral hat. Mit etwas Glück wäre es ein Dreier geworden.“

…über den Abstiegskampf in der Qualifikationsgruppe: „Es ist garantiert Spannung pur bis zum Schluss.“

Anton Pfeffer (Sky Experte):
…über die Leistung von spusu SKN St. Pölten: „Ärgerlich, wenn man so eine Chance auslässt, um vier Punkte wegzukommen vom letzten Platz. Es ist dem SKN selbst zuzuschreiben, weil verabsäumt wurde, die Konterchancen, wo man bei 1:0 zwei hundertprozentige Chancen hat, fertigzuspielen. So muss man trotzdem froh sein, dass man den Punkt erspielt hat.“

…über ein mögliches Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt zwischen WSG Swarovski Tirol und FC Flyeralarm Admira: „Thomas Silberberger dürfte so etwas wie ein Orakel zuhause haben. Es läuft darauf hinaus, dass wir diesen Showdown zum Schluss haben.“