Rogan in Gesprächen über Rolle bei Olympia 2028

Anlässlich der Feier zum 125-jährigen Bestand des Österreichischen Schwimmverbandes (OSV) hat Markus Rogan wieder einmal Wien besucht. Seine Heimatstadt ist freilich bereits seit langem Los Angeles, wo er mit seiner Familie lebt. Der 42-Jährige zeigte sich begeistert, dass die kalifornische Metropole 2028 Olympia-Ausrichter ist. So etwas lässt Rogan natürlich nicht einfach an sich vorbeiziehen, sondern er möchte ein Teil davon sein. Gespräche über seine mögliche Rolle laufen.

Das gab Rogan am Donnerstagabend bei der OSV-Gala im Wiener Rathaus bekannt. Demnach sei er mit Janet Evans in Kontakt, die insgesamt vierfache Olympiasiegerin im Schwimmen 1998 und 1992 gehört dem Organisationskomitee an und setzt in allen ihren Aktivitäten die Athletinnen und Athleten an erste Stelle. Da ist sie ganz auf Linie des als Psychotherapeut arbeitenden Rogan. „Es geht um die psychische Gesundheit der Athleten, das ist ein Riesenprojekt“, sagte der Ex-Weltmeister.

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Der Ansatz könnte laut dem Vater zweier Söhne sozusagen auch größer greifen, indem man sich im Sinne der Nachhaltigkeit um die psychische Gesundheit aller jugendlichen Sportler in Los Angeles kümmert. An der University of California in Los Angeles (UCLA) laufen die Gespräche. Rogan: „Ich weiß noch nicht genau, was ich da machen werde. Das setzt sich gerade zusammen.“

Vier Ü40-Weltrekorde: Rogan hat Masters-Schwimmen für sich entdeckt

Überhaupt sei der zweifache Olympiamedaillen-Gewinner von Athen 2004 derzeit viel am Universitätsgelände unterwegs. Denn Rogan hat das Masters-Schwimmen für sich entdeckt, hält in der Altersklasse über 40 Jahre vier Weltrekorde. „Über 200 m Lagen auf der Lang- und Kurzbahn sowie über Yards und über 400 m Lagen auf der Kurzbahn“, zählte Rogan nicht ohne Stolz auf. „Wir haben an der UCLA eine wirklich gute Masters-Gruppe.“ Dabei sei auch Lanny Krayzelburg, Doppel-Olympiasieger 2000.

Zwei bis drei Trainings pro Woche absolviert Rogan in einem der Universitätsbecken. „Ich kann sicher mit einem guten österreichischen Zwölfjährigen mithalten“, erklärte der Ex-Weltmeister und betonte, dass man junge österreichische Schwimmer nicht unterschätzen soll. Tatsache ist, dass Rogan über 200 m Lagen seit 2011 auf der Langbahn in 1:57,74 Min. den OSV-Rekord hält, sein Masters-Weltrekord bei 2:08 und die rot-weiß-rote Bestleistung für 13-Jährige und Jüngere bei 2:19,43 Min. steht.

Wettkämpfe schwimme er in Südkalifornien, verriet Rogan. Für die Masters-WM im vergangenen Jahr in Fukuoka in Japan war er angemeldet gewesen. „Ich war dann auch dort, habe dann aber nur Urlaub gemacht, bin gar nicht angetreten“, sagte nach Medaillen gemessen Österreichs erfolgreichster Schwimmer schmunzelnd. Von seinem Medaillen habe er noch die beiden olympischen und seine WM-Medaillen. Andere Erfolgsplaketten habe er versteigert.

Den österreichischen Schwimmsport verfolge er durchaus, so Österreichs Sportler des Jahres 2004. „Wie Auböck gewonnen hat, das war schon geil“, bezog sich Rogan auf den überlegenen EM-Sieg des Niederösterreichers im Juni in Belgrad über 400 m Kraul. Am meisten beeindruckt sei er vom EM-Titel der Lagen-Staffel. „Das ist ein größerer Erfolg, den ich je hatte.“ Grundsätzlich sei es fantastisch, auf welch breiter Basis Schwimmen in Österreich aktuell stehe. „Wir können überall gewinnen, auf jeder Lage.“

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(APA) / Artikelbild: GEPA