Roma und Fiorentina bis Saisonende ohne Auswärtsfans
Das italienische Innenministerium hat Fans der Fußball-Erstligisten AS Roma und ACF Fiorentina bis zum Ende der laufenden Saison die Teilnahme an Auswärtsspielen verboten. Anlass sind schwere Ausschreitungen zwischen den Anhängern beider Vereine. Diese gab es am vergangenen Sonntag auf der Autobahn A1 bei Casalecchio di Reno nahe Bologna.
Nach Angaben der Behörden lieferten sich dort rund 200 Ultras auf dem Standstreifen der Autobahn gewaltsame Auseinandersetzungen. Dabei wurden Helme und Eisenstangen eingesetzt. Das Ministerium verwies in seiner Anordnung zudem auf frühere schwere Vorfälle in Italien und im Ausland, an denen beide Fangruppen beteiligt gewesen seien.
Verbot von Roma- und Fiorentina-Fans als Gewalt-Prävention
Zugleich wurde kritisiert, dass bislang keine konsequenten Maßnahmen wie individuelle Stadion- oder Reiseverbote gegen identifizierte Gewalttäter verhängt worden seien. Das Auswärtsverbot soll nach Angaben des Innenministeriums der Vorbeugung weiterer Gewalttaten dienen.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Polizei in der italienischen Hauptstadt für das Heimspiel der Römer in der Europa League am Donnerstag (21.00 Uhr) gegen den VfB Stuttgart ein verschärftes Sicherheitskonzept angekündigt. Angesichts früherer Zwischenfälle mit Anhängern der Schwaben werde es eine „flächendeckende und sichtbare Präsenz“ der Sicherheitskräfte geben. Zum Spiel in Rom werden 3500 Fans der Schwaben erwartet.
(SID) / Bild: Imago
