Rose will weg vom Play-Station-Fußball – „Funktioniert im realen Fußball nicht“

Borussia Dortmund steht vor dem Westschlager gegen Borussia Mönchengladbach mächtig unter Druck. Das 2:4 gegen die Glasgow Rangers bedeutet eine große Hypothek.

„Lahmarschig“, blamabel“, „peinlich“, „zum Schämen“ – die Kritik von Sportdirektor Michael Zorc am Auftritt von Borussia Dortmund am Donnerstag in der Europa League gegen die Glasgow Rangers war heftig ausgefallen. Nun haben die Schwarz-Gelben am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach die Chance auf Wiedergutmachung.

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Abwehrchef Mats Hummel hatte „unsinnigen Fußball“ beim BVB gegen die Rangers ausgemacht. Trainer Marco Rose nahm Bezug darauf und sprach am Samstag von Fußball an der „Play Station, das funktioniert im realen Fußball nicht“. Darüber hinaus will der Coach seiner Truppe trotz etlicher Ausfälle mehr Konstanz und Zusammenhalt mit auf den Weg geben.

Der Gegner, sein Ex-Klub aus dem Borussia-Park, werde dabei ein harter Widersacher, denn die „Phase der Verunsicherung“ sei in Gladbach vorbei: „Sie haben sich rausgearbeitet. Sie haben viel Power, viel Wucht, verteidigen fleißig und verfügen über gutes Gegenpressing. Sie sind bereit zu investieren.“

Das müssen auch die BVB-Stars, die sich gegen die Rangers wieder einmal nach Strich und Faden blamierten. Rose betonte: „Wir wollen das Heimspiel gewinnen. Sind eine Heimmacht und wollen entsprechend agieren.“ Die „Zeit des Haderns“ sei vorbei, man müsse einen Schritt nach vorne machen, so der BVB-Coach.

BVB muss auf Haaland, Meunier und Akanji verzichten

Der DFB-Pokalsieger muss allerdings weiterhin auf Torjäger Erling Haaland, aber auch auf Abwehrspieler Manuel Akanji verzichten. „Erling ist kein Thema für das Spiel gegen Gladbach“, äußerte  Rose. Akanji erlitt einen Muskelfaserriss in der Wade und wird rund drei Wochen ausfallen. Thomas Meunier sei noch nicht wieder im Teamtraining und ebenfalls noch keine Alternative für Sonntag.

Die Mannschaft benötige eine gute Einstellung, die ganz offensichtlich gegen die Schotten gefehlt hatte. Rose: „Am Donnerstagabend hat die Energie und Ausstrahlung gefehlt, um ein Europapokalspiel draus zu machen. Wir waren nicht auf dem Niveau, wie man es sein muss.“ Und mit Blick auf das Rückspiel am Donnerstag vor 50.000 lautstarken Fans im Ibrox Park meinte Rose: „Wir haben uns die Suppe eingebrockt, nun müssen sie auslöffeln.“

Und Rose will weiterhin bei der Ansprache an die Mannschaft den Finger in die Wunde legen: „Ich war bislang unangenehm und werde das bleiben.“ Klar sei aber auch: „Wir wollen eine absolute Spitzenmannschaft sein, und dem müssen wir uns stellen. Wir müssen jeden Moment nutzen, um besser zu werden. Das sind Dinge, um die wir kämpfen.“

(SID) / Bild: Imago