Offiziell: Rose wird Oscar-Nachfolger bei Red Bull Salzburg

via Sky Sport Austria

Salzburg (APA) – Der Abschied von Oscar Garcia als Trainer von Red Bull Salzburg ist seit Donnerstagabend offiziell. Der Katalane verlässt den Fußball-Doublegewinner und wechselt zum französischen Oberhaus-Club AS Saint-Etienne. Sein Nachfolger wird der Deutsche Marco Rose, der im April mit dem U19-Team der „Bullen“ die UEFA Youth League gewonnen hat. Der 40-Jährige erhält einen Zweijahres-Vertrag.

Schon seit Tagen war der Abgang von Oscar zum Achten der abgelaufenen Ligue-1-Saison ein offenes Geheimnis. Für höhere Aufgaben empfohlen hatte sich der 44-Jährige in seinen eineinhalb Jahren in Salzburg mit je zwei Meistertiteln und Cupsiegen. Sein Vertrag wäre noch bis 2018 gelaufen, daher dürfen sich die Mozartstädter über eine ansehnliche Ablösesumme – kolportiert wird rund eine Million Euro – freuen.

Nachfolger Rose sprüht bereits vor Tatendrang. „Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Aufgabe. Ich bin nun seit vier Jahren beim FC Red Bull Salzburg und kann mich mit dem eingeschlagenen Weg zu 100 Prozent identifizieren. Unser Ziel muss es weiterhin sein, junge Spieler zu entwickeln, zugleich wollen wir aber auch mit attraktivem und erfolgreichem Fußball überzeugen“, wurde der Deutsche in einer Club-Aussendung zitiert.

Rose übernimmt zwei Trainer aus U18-Team

Rose ist seit 2013 in der Jugendabteilung der „Bullen“ tätig und gewann mit deren U19-Auswahl im April die UEFA Youth League. Außerdem führte er vor wenigen Wochen Salzburgs U18 zum Meistertitel in der ÖFB-Jugendliga. Als Profi hatte Rose als Verteidiger unter anderem für den VfB Leipzig, Hannover 96 und den FSV Mainz 05 gespielt. Im Erwachsenen-Fußball war Rose lediglich vor seiner Red-Bull-Zeit beim deutschen Regionalligisten Lok Leipzig im Einsatz.

Der neue Cheftrainer nimmt Rene Maric als Assistenzcoach und Patrick Eibenberger als Athletik-Trainer aus Salzburgs U18-Team zu den Profis mit. Rene Aufhauser bleibt Co-Trainer, auch Tormanntrainer Herbert Ilsanker behält seinen Posten.

Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund hält große Stücke auf Rose. „Wir sind überzeugt, dass Marco mit seinem Team alles mitbringt, um den erfolgreichen, eingeschlagenen Weg des FC Red Bull Salzburg weiterzuführen und brennen alle schon darauf, wenn es am Montagnachmittag mit der Sommervorbereitung für die Saison 2017/2018 losgeht“, sagte Freund in der Vereins-Mitteilung.

Am Freitag absolviert Freund gemeinsam mit Rose eine Pressekonferenz, drei Tage später ist der Trainingsstart angesetzt. Ebenfalls am Montag erfolgt auch die Auslosung für die zweite Runde der Champions-League-Qualifikation, in der Salzburg gesetzt ist.

Die Teilnahme an der „Königsklasse“ blieb den Mozartstädtern auch unter Oscar verwehrt – dafür holten sie in den 18 Monaten unter dem Katalanen alles, was auf nationaler Ebene zu gewinnen war. In der Europa League jedoch kam im vergangenen Dezember schon in der Gruppenphase das Aus. Nun erhielt Oscar beim französischen Rekordmeister Saint-Etienne (zehn Titel, der bisher letzte 1981), wo Ex-Rapidler Robert Beric engagiert ist, einen Vertrag bis 2019.

Sportdirektor Freund bedankt sich bei Garcia

Laut einer Salzburg-Aussendung wurde der bis 2018 laufende Vertrag von Oscar Garcia in beiderseitigem Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Mit dem Katalanen wechseln auch sein Co-Trainer Ruben Martinez und Athletik-Coach Enrique Sanz zu Saint-Etienne.

Sportdirektor Christoph Freund bedankte sich beim spanischen Trio. „Gemeinsam können wir auf eine äußerst erfolgreiche, wenn auch sehr intensive Zeit zurückblicken. Der Erfolg der letzten Jahre bestätigt unseren eingeschlagenen Weg, den wir auch mit einem neuen Trainer unbeirrt weitergehen werden.“

Medienmitteilung – Red Bull Salzburg:

Der 40-jährige Deutsche unterschreibt einen 2-Jahresvertrag. Rene Maric wird zusätzlicher Co-Trainer und Patrick Eibenberger fortan Athletik-Trainer.

Marco Rose übernimmt ab sofort den Posten des Cheftrainers beim FC Red Bull Salzburg und wird zukünftig weiterhin von Rene Aufhauser als Co-Trainer unterstützt. Zudem rücken mit Rene Maric (Co-Trainer) und Patrick Eibenberger (Athletik-Trainer) zwei weitere Personen aus dem erfolgreichen Betreuerteam der U18 bzw. der UEFA Youth League auf.

Marco Rose war seit 2013 in der Red Bull Akademie in Liefering als Trainer der U16 und U18 tätig und wusste in den letzten Jahren mit seinen Mannschaften auf ganzer Linie zu überzeugen. Seine persönliche Vorstellung und bzw. Herangehensweise wie er Fußball spielen lassen möchte, harmonierte mit der Salzburger Spielidee in der Vergangenheit exzellent und war äußerst erfolgreich. In den vergangenen beiden Saisonen konnte jeweils der U18-Meistertitel in der ÖFB Jugendliga souverän eingefahren werden, was zugleich das Ticket für die UEFA Youth League war. Unter der Leitung des 40-jährigen Deutschen konnte 2017 mit dem beeindruckenden Sieg in der UEFA Youth League nicht nur ein weiteres kräftiges, internationales Zeichen gesetzt, sondern auch ein historischer Meilenstein im österreichischen Fußball erreicht werden.

Mit der Trainerbestellung von Marco Rose, der bereits als Spieler bei Mainz unter Jürgen Klopp und Thomas Tuchel wertvolle, innovative Inputs von der neuen, aufstrebenden Trainergeneration mitnehmen konnte, führt der FC Red Bull Salzburg konsequent seinen erfolgreichen Weg fort und will damit auch zukünftig neue Standards in Österreich setzen.

Marco Rose meint zu seiner neuen Aufgabe: „Ich freue mich auf die bevorstehende Aufgabe. Ich bin nun seit vier Jahren beim FC Red Bull Salzburg und kann mich mit dem eingeschlagenen Weg zu 100 Prozent identifizieren. Unser Ziel muss es weiterhin sein, junge Spieler zu entwickeln, zugleich wollen wir aber auch mit attraktiven und erfolgreichen Fußball überzeugen.“

Christoph Freund erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Marco Rose einen neuen Cheftrainer für die erste Mannschaft des FC Red Bull Salzburg präsentieren können, der seit 2013 mit verschiedenen Mannschaften in unserer Akademie sehr erfolgreich war und sich beeindruckend entwickelt hat. Gekrönt wurde seine Arbeit dieses Jahr mit dem sensationellen – und auch in der Art und Weise – beeindruckenden Gewinn der UEFA Youth League. Wir sind überzeugt, dass Marco mit seinem Team alles mitbringt, um den erfolgreichen eingeschlagenen Weg des FC Red Bull Salzburg weiterzuführen und brennen alle schon darauf, wenn es am Montag Nachmittag mit der Sommervorbereitung für die Saison 2017/2018 losgeht!“

Einigung mit Saint-Etienne

Der FC Red Bull Salzburg konnte mit dem AS Saint-Etienne hinsichtlich Oscar Garcia eine Einigung erzielen.

Bild: GEPA