Rückschlag im Aufstiegsrennen: Darmstadt verspielt Sieg in Bochum – auch Paderborn patzt

Darmstadt 98 und SC Paderborn haben im Aufstiegsrennen der deutschen 2. Fußball-Bundesliga einen Dämpfer kassiert. Die Lilien kamen beim VfL Bochum nur zu einem 3:3 (2:2) und verpasste es, näher an den Spitzenreiter Schalke 04 heranzurücken. Die Paderborner haben zum Rückrundenstart mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage bei Holstein Kiel gepatzt.

Fraser Hornby (7.), Isac Lidberg (36.) und Bochums Leandro Morgalla mit einem Eigentor (68.) trafen für die Darmstädter, die mit 34 Punkten weiter oben mitmischen. Den Patzer von Schalke bei Hertha BSC am Vortag (0:0) konnten die Lilien allerdings nicht nutzen, um ihren Rückstand von vier Punkten zu verkleinern.

Francis Onyeka (11.), Philipp Hofmann (27.) und Callum Marshall (82.) waren für die Bochumer erfolgreich, deren Blick sich mit 22 Punkten auf dem Konto nach unten richtet. Der Abstand zum Tabellen-16. Arminia Bielefeld beträgt nur drei Zähler.

Sorgen bei Paderborn um gestürzten Brackelmann

Die Partie in Kiel wurde in der Schlussphase überschattet von einem schweren Sturz des Paderborners Calvin Brackelmann. Der Verteidiger wurde minutenlang behandelt und dann unter Applaus mit einer Trage vom Feld gebracht.

Steven Skrzybski brachte Holstein aus kurzer Distanz per Kopfballtreffer in Führung (19.). Es war der erste Abschluss der Kieler – und der sorgte im Holstein-Stadion direkt für Jubel. Lasse Rosenboom (67.) legte im zweiten Durchgang für die Norddeutschen nach.

Paderborn hatte durch Sebastian Klaas die erste Chance der Partie (8.). Nach gelungener Kombination kam er aus 16 Metern zum Abschluss, Torwart Jonas Krumrey klärte zur Ecke. Im Verlauf der ersten Hälfte ging der Schwung der Gäste aber verloren und Kiel arbeitete sich in die Partie. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte baute der SCP dann wieder mehr Druck auf, aber die Kieler trafen erneut.

Hannover-Pleite bei Schmadtke-Comeback

Hannover 96 hat mit zehn Mann im ersten Pflichtspiel seit der Amtsübernahme des alten und neuen Sportchefs eine Last-Minute-Pleite kassiert. Die Niedersachsen trotz Führung 1:3 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Der erst in der 64. Minute eingewechselte Waniss Taibi sah in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Der lange verletzt fehlende Torjäger Ivan Prtajin (74.) und Semih Sahin (90.+2) trafen beide als Joker für den FCK, der nach einem schwachen Jahresausklang 2025 wieder den Aufstieg ins Visier nehmen darf. Naatan Skyttä sorgte für den Endstand (90.+5). Die Pfälzer überholten die Hannoveraner, die nahtlos an ihren schwachen Dezember (nur zwei Punkte aus drei Spielen) anknüpften und seit fast zehn Jahren auf einen Sieg auf dem Betzenberg warten. Enzo Leopold (67.) hatte Hannover in Führung gebracht.

„Die Gefühle kannst du nicht beschreiben, das musst du erlebt haben“, sagte FCK-Kapitän Marlon Ritter bei Sky: „Am Ende haben wir zweimal zugeschlagen.“ Für Leopold war es „unfassbar bitter“.

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(SID/Red.) / Foto: IMAGO