Jürgen Werner legt seine Funktion als Sport-Vorstand der FK Austria Wien AG auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkun

Rücktritt! Jürgen Werner nicht mehr Sportvorstand bei Austria Wien

Jürgen Werner legt seine Funktion als Sport-Vorstand der FK Austria Wien AG auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung zurück. Das gab der Verein am Mittwoch bekannt.

Jürgen Werner wird sich laut Klubangaben ab sofort auf die Rolle des Investors und Mitgesellschafters fokussieren.

In ihrem Statement schreibt die Austria weiter:

„Ziel ist nun, die Basis für eine nachhaltige Struktur im Sport zu schaffen. Die daraus resultierenden Ergebnisse hinsichtlich Konzeption und Struktur werden anschließend präsentiert. Die Agenden von Jürgen Werner werden bis auf Weiteres innerhalb der bestehenden Struktur im Sport aufgeteilt. Harald Zagiczek bleibt vorerst alleiniger Vorstand und übernimmt die Gesamtverantwortung der FK Austria Wien AG.“

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Die Austria hatte am Sonntag mit dem Heim-1:3 gegen Hartberg die dritte Niederlage in Serie kassiert und ist mit nur einem Punkt aus vier Runden derzeit Tabellenvorletzter. Auf den Tribünen hatten die violetten Anhänger lautstark den Abgang Werners gefordert.

Werner: „Ist der richtige Schritt, um Druck von der Mannschaft zu nehmen“

Jürgen Werner selbst sagt: „Ich glaube, dass es in der derzeitigen Phase des Klubs der richtige Schritt ist, mich als Sport-Vorstand zurückzuziehen und so den Druck von der Mannschaft und vom Klub zu nehmen. Austria Wien hat sich zu einem Herzensprojekt entwickelt, dem ich auch weiterhin in meiner Rolle als Investor und Mitgesellschafter eng verbunden bleiben werde. Wir haben einen starken Kader zusammengestellt, der sein Potenzial noch nicht ausschöpfen konnte, aber ich habe volles Vertrauen in die Mannschaft und bin mehr als zuversichtlich, dass sie den Turnaround schaffen wird. Ich werde meine Agenden in den kommenden Tagen übergeben und schauen, dass wir die Transferperiode erfolgreich abschließen. Anschließend werde ich versuchen, ein bisschen Abstand zu gewinnen, aber natürlich trotzdem mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mein Ziel bleibt auch als Investor und Mitgesellschafter unverändert: ich wünsche mir, dass Austria Wien langfristig erfolgreich ist und glaube, dass wir in den letzten Jahren einige richtige Schritte in diese Richtung machen konnten.“

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Präsident Kurt Gollowitzer meint: „Ich wurde von Jürgen persönlich über seine Entscheidung informiert und nehme diese zur Kenntnis. Sich als Sportvorstand zurückzuziehen, um den Druck von der Mannschaft zu nehmen, ist unüblich in der Branche, zeugt aber von seiner menschlichen Größe. Ohne Jürgen und viele weitere Unterstützer hätte Austria Wien gar nicht die Möglichkeit gehabt, wirtschaftlich zu überleben. Dafür und für sein Engagement in den letzten Jahren möchte ich mich im Namen aller Veilchen bedanken. Ihm gebührt größter Respekt.“

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Helm-Zukunft offen

Werner war Anfang 2022 mit der Investorengruppe WTF bei der Austria eingestiegen und rettete den Verein damit vor dem finanziellen Kollaps. Ein Jahr später wurde er zum Sportvorstand der Violetten ernannt. Hinter den Kulissen rumort es bei den Veilchen immer wieder, es herrscht ein Machtkampf zwischen der Gruppe um den ehemaligen Spielervermittler Werner und vermögenden Austria-Gönnern auf der anderen Seite.

Stephan Helm wird laut Sky-Informationen auch am Sonntag im letzten Heimspiel vor der Länderspielpause gegen Altach (ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria – streame mit Sky X) auf der violetten Trainerbank sitzen. Danach werde die Situation neu evaluiert. Laut Medienberichten könnte der frühere LASK-Trainer Markus Schopp, der nach seiner Entlassung im April noch einen Vertrag bis 2027 bei den Linzern hat, ein möglicher Nachfolgekandidat sein.

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(APA/ FK Austria Wien / Red.)

Bild: GEPA