Saison-Aus für Salzburg nach Playoff-Blamage gegen Pustertal
Für den Serienmeister in der ICE Hockey Liga ist am Dienstagabend die Saison nach einer Blamage vorzeitig beendet worden. Der EC Red Bull Salzburg, der eigentlich den fünften Titel en suite holen wollte, ist mit einem „Sweep“, also einem 0:4 in der „best of seven“-Serie, schon im Viertelfinale gegen den HC Pustertal ausgeschieden. Erst zum zweiten Mal nach 2012 ist Salzburg schon in dieser Phase bereits Zuschauer. Dem Team steht wohl nun ein größerer Umbau bevor.
Mit Neo-Trainer Manny Viveiros und dem aus der Schweiz gekommenen Neuzugang Michael Raffl hatten die Ziele vor dieser Saison freilich ganz anders ausgesehen. Dementsprechend groß war die Enttäuschung, als in der 106. Minute im viertlängsten Match der Liga-Geschichte in der dritten Verlängerung das Aus der Bullen fixiert war. „Wir sind wirklich enttäuscht, es tut weh“, sagte Viveiros. Pustertal habe die gesamte Serie clever gespielt. „Wir haben leider wieder nur mit einem Tor Unterschied verloren. Wir müssen mehr als ein Tor schießen, um zu gewinnen.“
In den ersten drei Partien habe man laut Viveiros zu viele Geschenke gemacht. „Trotzdem sind wir stolz auf unsere Mannschaft, wir haben jede Partie gekämpft.“ Für die mitgereisten Fans, die Zeugen der ersten Playoff-Serie der Bulls ohne Sieg miterlebten, war das in Bruneck wohl ein schwacher Trost. Kurz vor Mitternacht war es der Kapitän der Südtiroler, Raphael Andergassen, der den zehnfachen Champion in den Urlaub schoss.
Nach Salzburg: Auch Villach ausgeschieden
Feuer am Dach ist aber nicht nur in Salzburg, sondern auch in Villach. Auf eigenem Eis verloren die Adler auch das vierte Match gegen die Graz99ers und das gleich mit 2:6. Nach nur acht Minuten stand es im vierten Duell schon 0:4 bzw. 0:6 nach dem ersten Drittel. Die Graz99ers stehen zum dritten Mal in der Vorschlussrunde.
Ein schwacher Trost für die Fans der Blau-Weißen bzw. die vielleicht einzig positive Nachricht war der um zwei Jahre verlängerte Vertrag von Kapitän und Mittelstürmer Alexander Rauchenwald. Dieser war vor dem Match verkündet worden. Nach der Entlassung von Tray Tuomie hatte ja Anfang Dezember Pierre Allard das Traineramt übernommen. Der Weg mit dem aus Genf gekommenen Headcoach geht offenbar weiter. Der ursprünglich nur bis Saisonende verpflichtete Kanadier sprach nach dem Aus davon, dass er einen Vertrag für die kommende Saison besitzt. Auch bei den Villachern wird aber der Kader wohl an mehreren Stellen verändert werden. Dazu ist in der verlängerten Sommerpause nun mehr Zeit, als den Adlern lieb ist.
(APA) / Bild: Imago