Verletzungssorgen bei Struber: Salzburg mit vielen Ausfällen vor Hartberg-Duell
Alarm bei Red Bull Salzburg: Der Meister kämpft weiterhin mit einer extrem langen Verletztenliste. Im Heimspiel gegen Hartberg (ab 16:00 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria 2 – streame das Spiel mit dem Sky-X-Traumpass) fehlen nicht weniger als neun Spieler, die für die Startformation in Frage kommen.
Dazu ist Mittelfeldspieler Mads Bidstrup wegen einer Erkältung fraglich. Das gibt Trainer Gerhard Struber mittlerweile sehr zu denken: „Wir evaluieren sehr genau, ob es bestimmte Muster gibt.“
Ins Auge stechen die vielen Muskelverletzungen, mit denen die Bullen derzeit zu kämpfen haben: Samson Baidoo, Oumar Solet, Aleksa Terzic, Dijon Kameri, Sekou Koita und Langzeit-Patient Fernando fallen allesamt schon länger und auch in den kommenden Wochen mit muskulären Problemen aus. Für Struber ein großes Problem: „Wir schauen in alle Bereiche und vor allem, warum es teilweise so lange dauert.“
Dazu kommen aktuell mit Ulmer (Knöchel), Kjaergaard (Schulter-OP, Herbst vorbei) und Capaldo (Gehirnerschütterung) Verletzungs-Ursachen, die in den Spielen in Folge von Zusammenstößen entstanden sind. „Bestimmte Verletzungen brauchen Zeit, da können wir keine Abkürzung gehen. Wir investieren sehr viel, um alle schnell wieder fit zu kriegen“, so der Bullen-Coach.
Unterschiedsspieler Fernando fällt weiter aus
Das gelingt aktuell nicht wirklich, wie auch das Beispiel Fernando zeigt. Der offensive „Unterschiedsspieler“ ist seit über einem Jahr beinahe durchgehend nicht verfügbar und hat 2023 erst 5 Einsätze zu Buche stehen. „Aktuell sind es Adduktorenprobleme, die vom Rücken ausgehen. Wir wollen bei ihm Stabilität reinbringen, das gelingt uns nur mäßig“, sagt Struber.
Generell ist das Problem ist nicht neu, denn den gesamten Herbst über fielen immer wieder zahlreiche Stützen aufgrund von Verletzungen aus und schon in der Vorsaison unter Struber-Vorgänger Matthias Jaissle gab es zum Teil einen großen personellen Aderlass. Für Struber kein Grund, am äußerst sprintintensiven Spielstil, der seit Jahren sehr erfolgreich gepflegt wird, in eng getakteten englischen Wochen zu rütteln: „Wir bleiben trotz allem unserem Stil treu und müssen die Verträglichkeit zwischen Spielidee und Spielplan hinbekommen.“
„Lösungsorientierte Gedanken“ von Struber
Die personell angespannte Situation sorgt beim Trainer aber (noch) nicht für Kopfweh: „Ich habe lösungsorientierte Gedanken.“ So könnte aufgrund der vielen Ausfälle in der Innenverteidigung am Samstag der deutsche U21-Teamspieler Leandro Morgalla an der Seite von Strahinja Pavlovic eine Chance erhalten.
Außerdem ist auch Abwehrspieler Kamil Piatkowski, der sich bisher in Salzburg unter anderem aufgrund von vielen Verletzungen nicht durchsetzen konnte, seit drei Tagen nach muskulären Problemen wieder im Mannschaftstraining. Auch für ihn werde es demnächst Spielzeit geben, verriet der Trainer. „Wir vertrauen allen Spielern und geben ihnen die Chance, zu zeigen was aktuell gerade in ihnen steckt.“
(Red.)/Bild: GEPA
