Salzburg mit prominenten Neuen um fünften ICE-Titel in Serie

Mit altbekannten Favoriten startet die ICE-Eishockeyliga am Freitag in ihre 26. Saison. Red Bull Salzburg nimmt mit zwei prominenten Österreich-Rückkehrern die Titelverteidigung in Angriff, Trainer Manny Viveiros und der ehemalige NHL-Stürmer Michael Raffl sollen die Bullen zum fünften Meistertitel in Serie führen. Als stärkste Herausforderer gelten Vizemeister KAC, HCB Südtirol und die Graz99ers.

Salzburg war seit dem Einstieg im Jahr 2004 zehnmal die Nummer eins. Ab Freitag geht der Serienmeister auf den fünften Triumph hintereinander los, was bisher nur dem WEV (9 x von 1923 – 1931), dem KAC bei seinem Rekordlauf von elf Titeln von 1964 bis 1974 und der VEU Feldkirch (1994 – 1998) gelungen ist.

Viveiros fordert maximale Performance

Der Titelverteidiger hat sich mit guten Leistungen in der Champions Hockey League (CHL) gut für den Saisonstart eingespielt und wird auch in der Liga mit dem Auswärtsspiel in Bozen am Freitag und dem Heimspiel gegen den KAC am Sonntag gleich gefordert. „Wir hatten wirklich gute Gegner in der Champions Hockey League und wir müssen zum Start gegen zwei harte Gegner sofort eine gute Form aufs Eis bringen. Das Niveau der ICE Hockey League hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und du brauchst immer die maximale Performance, wenn du punkten willst. Dessen sind wir uns bewusst“, erklärte Viveiros.

Der Austro-Kanadier, ehemaliger ÖEHV-Teamchef und zweifacher Meistertrainer des KAC (2009, 2013), hat dafür eine eingespielte Mannschaft plus namhafter Verstärkung zur Verfügung. Geholt wurde Michael Raffl, der neun Jahre NHL-Erfahrung mitbringt und nun mit seinem Bruder Thomas spielt. Die Salzburger sind „wieder die Gejagten und das haben wir uns verdient“, sagte Thomas Raffl. „Wir wissen, dass jede Mannschaft gegen uns mit ihrem besten Eishockey spielen wird. Aber wir haben Vertrauen in unsere Mannschaft. Solange wir als Mannschaft wissen, was wir investieren und woran wir arbeiten müssen, wird die Chance auf den nächsten Titel leben“, betonte der 38-jährige Kapitän, der in seine 15. Saison im Dress der Roten Bullen geht.

KAC und Graz fordern die Salzburger

Auch der KAC hat erfolgreiche CHL-Partien hinter sich. Die Klagenfurter, zuletzt zweimal unterlegener Finalist, haben sich ebenfalls nur punktuell verstärkt und mit dem ehemaligen schwedischen NHL-Stürmer Mario Kempe und dem langjährigen DEL-Verteidiger Jordan Murray viel Qualität geholt.

Ein großes Kommen und Gehen gab es dagegen in Graz und Bozen. Die Graz99ers wollen im zweiten Jahr nach dem Umbruch und nach dem Viertelfinale-Aus in der vergangenen Saison den nächsten Schritt machen. Erstes Ziel ist die Qualifikation für die CHL, Präsident Herbert Jerich hofft auf mehr und erklärte, dass man „auch über den Meistertitel reden dürfen muss“. Der ehemalige NHL-Torhüter und aktuelle CHL-Champion Maxim Lagacé sowie die aus der DEL geholten Center Josh Currie und Chris Collins beweisen die Ambitionen, mit Paul Stapelfeldt und Nico Feldner wurden auch zwei österreichische Teamspieler engagiert.

Wien und Ljubljana mit Ambitionen aufs Viertelfinale

Im Kampf um den Viertelfinal-Einzug werden die Black Wings Linz, die mit furiosen Play-off-Spielen bis Halbfinale gekommen sind, und der VSV heuer wohl auch von den Vienna Capitals und Olimpija Ljubljana gefordert. Die Wiener sind so wie die Grazer im Jahr zwei nach der Ära ihres Langzeitpräsidenten und wollen nach zwei enttäuschenden Saisonen zurück in die Top Acht. Mario Fischer, Dominique Heinrich und Nikolaus Hartl haben ihre Karrieren beendet, ein Großteil der Legionäre wurde nicht verlängert. Man setzt auf einen neuen Torhüter und einer mit viel Qualität fast komplett umgebauten Defensive.

Ljubljana hat acht neue Legionäre geholt und mit TJ Brennen, 2021/22 im Trikot von Salzburg bester Verteidiger der Liga, dem ehemaligen Stanley-Cup-Sieger Zack Boychuk und Nicolai Meyer, bei zwei Gastspielen in Salzburg Mann wichtiger Play-off-Tore, viel Prominenz verpflichtet.

Ferencvaros statt Asiago

Nicht mehr dabei ist Asiago, dafür wurde mit Ferencvaros Budapest ein zweiter ungarischer Verein aufgenommen. Der 31-fache nationale Meister ist der 25. Club, der an der im Jahr 2000 gegründeten Liga teilnimmt. Damit spielen unverändert 13 Mannschaften aus vier Ländern mit, dank des Aufstiegs von Italien setzt sich die Liga aber erstmals nur aus Clubs aus Nationen zusammen, die in der A-WM spielen.

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(APA)/Beitragsbild: GEPA