Salzburg trennt sich von Trainer Lijnders
Der FC Red Bull Salzburg hat sich von Trainer Pepijn Lijnders getrennt. Der erst im Sommer verpflichtete Niederländer muss nach einer desaströsen Herbstsaison gehen. Die „Bullen“ enttäuschten in der Champions League und überwintern nur auf Platz fünf in der ADMIRAL Bundesliga. Geschäftsführer Stephan Reiter und Sport-Geschäftsführer Rouven Schröder kamen zur Auffassung, „dass wir in viel zu vielen Spielen weit von unseren eigenen Ansprüchen und Zielen entfernt waren“.
„So sind wir letztlich zur Überzeugung gelangt, dass unsere Mannschaft einen neuen Impuls unter neuer Führung benötigt, auch wenn wir bis zum Schluss noch auf einen Turnaround gehofft haben“, hieß es in einer Aussendung weiter. In 28 Pflichtspielen unter dem 41-jährigen Lijnders holte Salzburg nur 13 Siege, sieben Remis und acht Niederlagen. Von sechs Champions League-Spielen wurden fünf teils deutlich verloren. Tore schrieb man nur beim 3:1-Sieg gegen Feyenoord an. Von 16 Liga-Spielen wurden nur sieben gewonnen, der Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz beträgt zehn Punkte.
„Wichtig, daran zu glauben“: Lijnders im Sky-Interview (14.11.2024)
Der langjährige Co-Trainer von Jürgen Klopp bei Liverpool war geholt worden, um nach dem Ende der Meisterserie eine „Evolution“ in Salzburg einzuleiten. Nach erfolgreicher Champions-League-Qualifikation aber wurde es holprig. Erst durch die Verpflichtung von Klopp als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull schien Lijnders wieder fester im Sattel zu sitzen.
Zuletzt war Sportchef Bernhard Seonbuchner nach einem nicht zufriedenstellenden Transfer-Sommer entmachtet und durch Schröder ersetzt worden. Der von Leipzig gekommene Schröder zog nun gemeinsam mit Geschäftsführer Reiter die Reißleine. „Bei Pep möchten wir uns für seine Arbeit bedanken. Er hat viel Einsatz und Leidenschaft investiert und uns auch wichtige Impulse zur Weiterentwicklung gegeben“, teilte das Duo mit. Beim Trainingsstart am 3. Jänner soll ein neuer Trainer auf dem Platz stehen.
(APA)
Beitragsbild: GEPA
