Schalke am neuen Tiefpunkt! „Schande, Frechheit & charakterlos“

via Sky Sport Austria

Nach der 0:5-Pleite gegen den VfL Wolfsburg ist der FC Schalke 04 auch unter Dimitrios Grammozis am nächsten Tiefpunkt angekommen. Von einem Aufbäumen gegen den Abstieg ist in Gelsenkirchen auch unter dem neuen Trainer nichts zu sehen. Sky Experte Didi Hamann startet nach dem Spiel den Schalker Abgesang.

Der Abstieg der Schalker wird von Woche zu Woche immer realer. Seit elf Spielen sind die Königsblauen nun schon wieder sieglos, es hagelt weiter Gegentore ohne Ende und der Abstand zum rettenden Relegationsplatz wächst stetig weiter.

Die Hoffnung, dass der vierte Trainerwechsel noch einmal Leben in das Team einhauchen könnte, ist nach dem desaströsen 0:5 in Wolfsburg nach nur zwei Spielen wieder verflogen. Die sportliche Wende scheint aussichtsloser denn je.

„Was sich diese Spieler erlauben, ist eine Schande für diesen traditionsreichen Verein“, echauffierte sich Didi Hamann nach dem Spiel bei Sky. Der 47-Jährige erwartet gerade in so einer Situation mehr Wille und Kampfgeist vom Tabellenletzten. „Das ist ein Verein, der kommt von der Maloche, vom Kampf, vom Zusammenhalt. Dafür steht Schalke 04.“

Schalke zerfällt in seine Einzelteile

Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg war von den angesprochenen Attributen nahezu nichts zu erkennen. Von Anfang an wurden die Knappen von den Wölfen zum Verteidigen gezwungen, eigene offensive Akzente waren nicht ansatzweise zu sehen.

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Zwar konnte die Grammozis-Elf rund 30 Minuten lang größere Wölfe-Torchancen vermeiden, wenig später war es aber so weit: Ein Slapstick-Eigentor von Shkodran Mustafi (31. Minute) brachte den Torriecher der Wölfe in Wallung. „Eine ganz unglückliche Aktion“, sagte Schalkes Trainer, „genau in der Phase, in der ich eine gewisse Stabilität gesehen habe, kassieren wir das Eigentor.“

Anschließend zerfiel sein Team in seine Einzelteile. In der zweiten Hälfte überrannte der Tabellen-Dritte die hoffnungslosen Gäste förmlich, es hagelte Tore im Minutentakt.

Mustafi als Unheilsbringer

Besonders auffällig: Die Lücken in der Schalker Abwehr waren riesig, zudem wurde den Wolfsburger das Toreschießen leicht gemacht. Hauptdarsteller war dabei erneut Mustafi, der vor dem 0:3 in einem völlig überflüssigen Dribbling am eigenen Strafraum den Ball verlor. Im Winter war der Weltmeister von 2014 noch als Hoffnungsträger nach Gelsenkirchen gekommen, gegen Wolfsburg mutierte der 28-Jährige einmal mehr zum Unheilsbringer.

„Der kommt, spielt dann eine Rolle beim Trainerwechsel und ist wieder an jedem Gegentor beteiligt. Das ist ein Spieler, der hat ein Jahr bei Arsenal nicht gespielt und das hat einen Grund“, lautet das vernichtende Urteil von Hamann, der ein kollektives Problem beim abgeschlagenen Schlusslicht sieht.

„Die Spieler leiden an maßloser Selbstüberschätzung. Die denken, dass sie besser sind, als sie in Wahrheit sind“, wetterte der Sky Experte.

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis gibt nicht alleine Shkodran Mustafi die Schuld an der Niederlage.

Schlechteste Defensive seit 34 Jahren

Vor allem das Auftreten in der Defensive ist für ihn nicht zu entschuldigen: „Das Einfachste im Fußball ist zu verteidigen. Da brauchst du kein großes Geschick, da brauchst du Zusammenhalt und Wille. Und nicht mal das bekommen sie hin. Was sich diese Mannschaft erlaubt, ist charakterlos und eines Schalke 04 nicht würdig!“

Die Statistik belegt diese Abwehrschwäche schwarz auf weiß: Schon 66 Gegentore musste der Abstiegskandidat nach 25 Spielen einstecken – so schlecht war kein Team in den letzten 34 Jahren.

Hoffnung auf Besserung gibt es in den letzten neun Spielen nicht. Denn „das, was diese Mannschaft abliefert, das ist eine Frechheit“, beendete Hamann seinen Abgesang auf den S04.

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(SkySport.de)

Beitragsbild: Imago