LEIPZIG, GERMANY - MARCH 10: (BILD ZEITUNG OUT) Patrik Schick of RB Leipzig controls the ball during the UEFA Champions League round of 16 second leg match between RB Leipzig and Tottenham Hotspur at Red Bull Arena on March 10, 2020 in Leipzig, Germany. (Photo by Roland Krivec/DeFodi Images via Getty Images)

Schick wechselt nach Leverkusen – Kommt auch Draxler?

via Sky Sport Austria

Nach zwei prominenten Abgängen hat Bayer Leverkusen den ersten Star-Einkauf perfekt gemacht: Der tschechische Nationalstürmer und Ex-Leipziger Patrik Schick (24) wechselt für 26,5 Millionen Euro Ablöse zum Werksklub.

Nach den Verkäufen von Ausnahmetalent Kai Havertz (21) für 100 Millionen Euro zum FC Chelsea und von Kevin Volland (28) zur AS Monaco steht damit ein erster Ersatz bei Bayer fest. Schick erhält einen Fünfjahresvertrag mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2025. Die Ablösesumme kann sich laut kicker durch Bonuszahlungen noch auf 29 Millionen Euro erhöhen.

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Völler: Schick „international renomierter Stürmer“

Geld, das Bayer angesichts der Erlöse aus den Transfers von Havertz und Volland für knapp 115 Millionen Euro flüssig hat. Der bisherige Angreifer der AS Rom war in der vergangenen Saison auf Leihbasis für RB Leipzig aufgelaufen. Angesichts der Ablöseforderung der Römer hatten die Sachsen auf eine feste Verpflichtung von Schick verzichtet.

„Mit Patrik Schick haben wir einen international renommierten Mittelstürmer für uns gewonnen, der seine Torjäger-Qualitäten sowohl in der Serie A als auch in der Bundesliga sehr eindrucksvoll und konstant bewiesen hat“, sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler.

Zuletzt hatte Trainer Peter Bosz schon sein Leid geklagt. Der Verlust von Havertz und Volland bedeute schließlich, dass „uns 60 Scorerpunkte verloren gehen“. Man müsse gerade in der Offensive etwas machen. Er habe seine Wünsche ganz klar hinterlegt, betonte Bosz.

Folgt nun Draxler?

Als Volland-Ersatz ist Schick eingeplant. Und wer soll Havertz, Dreh- und Angelpunkt des Bayer-Spiels in den vergangenen Wochen und Monaten ersetzen? In Frankreichs Medien wird derzeit über einen Wechsel von Nationalspieler Julian Draxler (26) zu Bayer spekuliert.

Bundestrainer Joachim Löw hatte dem Ex-Schalker und -Wolfsburger einen Wechsel ans Herz gelegt. „Es wäre wichtig, einen Schritt (zu einem Verein) zu machen, wo er regelmäßig spielt. Für Julian wäre es gut, wenn er Woche für Woche im Einsatz ist“, hatte Löw am vergangenen Samstag nach einem „längeren Gespräch“ mit dem Offensivspieler gesagt. Bei PSG-Coach Thomas Tuchel ist Draxler derzeit nur zweite Wahl, in der EM-Saison keine guten Voraussetzungen für Draxler.

Der Vertrag an der Seine läuft noch bis 30. Juni 2021. „Ich weiß nicht, ob diesen Sommer noch etwas passiert“, sagte Draxler am Sonntag nach dem 1:1 im Nations-League-Spiel in Basel gegen die Schweiz im ZDF. Und Draxler dürfte für Bayer alles andere als ein Schnäppchen sein.

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Havertz „nicht zu ersetzen“

Und ein direkter Ersatz für Havertz ist Draxler ohnehin nicht. Sport-Geschäftsführer Rudi Völler hatte im kicker bereits betont: „Kai wird nicht eins zu eins zu ersetzen sein. Wir werden versuchen, die Mannschaft auf anderen Positionen zu verstärken – aber mit wirtschaftlichem Augenmaß.“ Schließlich hat die Corona-Pandemie auch in Leverkusen Spuren hinterlassen. Deshalb ist kaum damit zu rechnen, dass der Werksklub gewillt ist, in Sachen Draxler in die Vollen zu gehen.

Bosz ist auf Linie des Vereins. „Wir müssen versuchen, die Mannschaft besser zu machen“, sagte der niederländische Chefcoach unlängst bei Sky Sport News. Ihm schwebt vor, die Verantwortung auf mehrere Schultern im Kader des Werksklubs zu verteilen. Bosz: „Das machen wir auf mehreren Positionen, dass wir mit mehreren Spielern den Verlust auffangen können.“

Aber möglicherweise droht der Verlust einer weiteren Offensivkraft. Der argentinische Angreifer Lucas Alario ist ebenfalls wechselwillig. Es bleibt spannend unterm Bayer-Kreuz.

(SID)

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Beitragsbild: Getty