GRAZ,AUSTRIA,25.AUG.21 - SOCCER - UEFA Europa League play off, SK Sturm Graz vs NS Mura, preview, press conference Sturm. Image shows sporting director Andreas Schicker (Sturm). Photo: GEPA pictures/ Hans Oberlaender

Schicker sieht “keine absoluten Führungsspieler” im Nationalteam

via Sky Sport Austria

Nachdem die letzten Spiele des österreichischen Nationalteams für Enttäuschungen sorgten, wollen in den kommenden Wochen die rot-weiß-roten Europacupstarter für Erfolge sorgen. In der 122. Folge von DAB | Der Audiobeweis spricht deshalb der Sturm-Geschäftsführer nicht nur über kommende Herausforderungen, zuvor lässt er die Bilanz des ÖFB-Teams mit dessen ehemaligen Grazer Trainer Franco Foda Revue passieren.

“Leider konnte die Euphorie, die während der Europameisterschaft entstanden ist, nicht mitgenommen werden und sie ist in Wahrheit schon nach dem ersten Spiel gegen Moldau verflogen gewesen”, bemerkte auch Schicker einen schnell verflogenen Hype. Dabei nimmt der Funktionär aber auch die Spieler in die Pflicht: “Ich denke auch, dass viele Spieler in ihren Klubs, auch wenn sie in großen Ligen spielen, keine absoluten Führungsspieler oder Leistungsträger sind und oft auch nur von der Bank kommen. Und wenn dann noch der eine oder andere Ausfall ist, dann ist es einfach schwierig und dann haben wir auch nicht diese Breite im Kader, dass man es einfach so ersetzen kann.”

Die zum Teil prominenten Vereine der Teamspieler sind demnach keine Garantie für nötige Führungsqualitäten: “Es ist einfach gefährlich, weil es einfach überragend klingt, dass wir einen Spieler bei Bayern München, einen Spieler bei Real, einen Spieler bei Barcelona haben. Das klingt alles super, aber man muss dann auch genauer hinschauen und die Rolle betrachten, die diese Spieler in ihren Klubs spielen. Wir haben schon einen guten Kader, aber ob er der beste der letzten 20 Jahre ist, bin ich mir auch nicht sicher.”

“Tage werden gezählt sein” – Sky Experte Tatar rechnet mit baldigem Foda-Aus

Schicker: Effektive Vorbereitung “bei drei Spielen in zehn Tagen sehr schwierig”

Ein weiterer Faktor der Misere ist für den einstigen U21-Teamspieler auch die knappe Vorbereitungszeit während der noch jungen Saison: “Ich denke, dass der Franco ein Trainer ist, der eine gewisse Vorbereitung mit der Mannschaft braucht. Bei drei Spielen in zehn Tagen ist es einfach sehr, sehr schwierig.” Taktische Reformen seien demnach in wenigen Tagen nur schwer durchzuführen: “Wenn du am Sonntag beim Klub noch ein Match hast und am Mittwoch das nächste beim Nationalteam, dann ist es einfach nicht möglich, dass du Inhalte am Platz trainierst. Da ist sicher wichtig, dass du eine Stimmung reinbekommst, damit die Jungs extrem gern zum Team fahren und fürs Land spielen.”

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(Red.)

Beitragsbild: GEPA.