Schlager und Nkunku nach Leipzig-Niederlage angeschlagen
RB-Leipzig-Trainer Marco Rose sorgt sich nach der 1:2-Niederlage im Spitzenspiel der deutschen Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund um Stürmer Christopher Nkunku und ÖFB-Teamspieler Xaver Schlager. Beide verletzten sich gegen den BVB und konnten nicht zu Ende spielen. Er fürchte, dass man Nkunku „wieder ein paar Tage verloren“ habe, „so wie es aussieht“, sagte Rose nach dem Spiel am Freitagabend. Nicht ganz schlimm sei die Lage beim Österreicher.
„Xaver ist umgeknickt, war am Anfang gar nicht gut, jetzt wird“s besser“, meinte der RB-Coach. Der 25-jährige Schlager musste nach einem Zweikampf mit Anthony Modeste in der 85. Minute vom Platz. Kurz davor war Nkunku ausgetauscht worden. „Er hat bei einem Sprint was im Muskel gemerkt“, sagte Rose. „Am Ende hätte ich es besser machen müssen und ihn eher rausnehmen müssen.“ Der von einem Außenbandriss genesene Franzose hatte gegen den BVB erstmals seit 111 Tagen wieder in der Startelf gestanden.
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Der Aufwand der Leipziger, bei denen der gesperrte Konrad Laimer fehlte, war enorm. Zählbares nahmen die Sachsen allerdings nicht mit. Das verhagelte Rose bei seiner ersten Rückkehr an die alte Wirkungsstätte die Stimmung. „Mit der Leistung ist es schwer zu akzeptieren, dass wir solch ein Spiel verlieren. Die zweite Halbzeit ging mehr als klar an uns“, sagte der Coach. Er trauerte der vertanen Chance nach, bis auf einen Zähler an die Dortmunder heranzurücken: „Fakt ist, dass wir uns alles erst einmal etwas von weiter hinten angucken. Sieben Punkte – das ist schon ein Stück. Wir dürfen uns jetzt nicht in die Tasche lügen.“
Völlig ausgepowert, aber überglücklich sanken hingegen die meisten Dortmunder Profis nach dem Schlusspfiff auf den Rasen. „Wir wehren uns mehr und sind bereit zu leiden. Da hat die Mannschaft den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gemacht“, schwärmte Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem zehnten Pflichtspielsieg in Serie. Selbst der zumindest kurzfristige Sprung an die Tabellenspitze verleitete niemanden beim BVB zu einer Kampfansage an die Bayern, die mit einem Sieg am Samstag beim VfB Stuttgart aufgrund der besseren Tordifferenz wieder vorbeiziehen können.
Dennoch geht das Team von Trainer Edin Terzic dank der Tore von Marco Reus (21./Foulelfmeter) und Emre Can (39.) mit reichlich Rückenwind in das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag bei Chelsea (ab 20 Uhr LIVE auf Sky Sport Austria 2 sowie mit Sky X) und in den nationalen Titelkampf mit dem Rekordmeister aus München. „Ich will nicht zu viel Euphorie wecken, aber ich weiß noch, dass wir vor der Winterpause nur auf Rang sechs waren. Wir nehmen den Flow gerne mit, aber keiner von uns dreht durch“, sagte Kapitän Reus.
Wie schon vor einer Woche in Hoffenheim (1:0) war nach Einschätzung des Nationalspielers in der Schlussphase allerdings viel Glück im Spiel, um den Sieg über die Zeit zu retten: „Wir erarbeiten uns derzeit das Glück. Aber wir sollten es nicht überstrapazieren.“
Eberl verteidigt Salzburg-Transfers
Der Leipzig-Manager Max Eberl hat Spielerwechsel vom österreichischen Fußball-Meister Red Bull Salzburg zum Schwesternclub RB Leipzig verteidigt. „Am langen Ende versuche ich einfach, die besten Spieler nach Leipzig zu bekommen – und wenn eben der beste Spieler für einen möglichen Ersatz von Konny Laimer in Salzburg spielt, dann werde ich mich da auch weiter umschauen“, sagte der 49-Jährige am Freitagabend.
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Vor wenigen Tagen war die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Nicolas Seiwald bekannt geworden. Der 21-Jährige wird nach der laufenden Saison nach Leipzig gehen und könnte den Platz seines ÖFB-Teamkollegen Konrad Laimer einnehmen, der zu Bayern München abwandern soll. Seiwald wird der 20. Spieler sein, der seit 2010 von Salzburg nach Leipzig gewechselt ist. „Er ist sehr jung, er ist sehr hungrig, großes Potenzial – dementsprechend perfekter RB-Transfer“, erklärte Eberl die Seiwald-Verpflichtung.
In seiner Amtszeit als Manager von Borussia Mönchengladbach hatte der jetzige RB-Manager Transfers zwischen den RB-Clubs Leipzig und Salzburg noch kritisiert. „Was mich an RB stört, ist dieses Geschiebe von Spielern von Salzburg nach Leipzig und von Leipzig nach Salzburg. Das hat für mich einen faden Beigeschmack, weil sie im Grunde zwei Kader haben“, hatte Eberl 2016 gesagt.
„Ich habe damals als Kontrahent was dazu gesagt. Sieben Jahre weiter, die Welt hat sich im Fußball gedreht“, erklärte Eberl nun seinen Meinungswechsel. Salzburg sei ein Verein, „wo wir hinschauen, dementsprechend haben wir keinen Vorteil“, meinte Eberl. „Wie bei jedem anderen Verein auch, werden wir probieren, die besten Spieler nach Leipzig zu holen.“
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(APA).
Beitragsbild: Imago.
