20.11.2021, xmeix, 1.Fussball Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim - RB Leipzig, emspor. v.l.n.r, Trainer JESSE MARSCH RB Leipzig DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO06.11.2021, xmeix, 1.Fussball Bundesliga, VfL Bochum - TSG 1899 Hoffenheim, emspor, v.l.n.r, DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO emspor Sinsheim *** 20 11 2021, xmeix, 1 Fussball Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim RB Leipzig, emspor v l n r, coach JESSE MARSCH RB Leipzig DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO 06 11 2021, xmeix, 1 Fussball Bundesliga, VfL Bochum TSG 1899 Hoffenheim, emspor, v l n r, DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO emspor Sinsheim prio:1

„Schlechteste Saisonleistung“: Auswärtsschwäche macht Marsch und Co. ratlos

via Sky Sport Austria

RB Leipzig bleibt ein Team mit zwei Gesichtern. Auch Trainer Jesse Marsch konnte sich die schlechteste Saisonleistung beim 0:2 in Hoffenheim nicht erklären.

Harmlos, hilflos, ratlos – und bald auch wieder ohne eigene Fans: RB Leipzig steuert einem tristen Spätherbst entgegen. Beim 0:2 (0:1) in Hoffenheim zeigte die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch einmal mehr ihr erschreckendes Auswärtsgesicht. Von sechs Ligaspielen in der Fremde haben die Sachsen kein einziges gewonnen.

Marsch brachte die Ratlosigkeit auf den Punkt: „Es ist schwer für mich, zu verstehen, warum“, sagte er. Kapitän Peter Gulacsi, dessen Fehler vor dem Bundesliga-Premierentreffer von Diadie Samassekou (12.) das Unheil ins Rollen gebracht hatte, fand klare Worte. „Wir waren weit unter unseren Ansprüchen“, sagte er bei Sky: „Das ist sehr ärgerlich, denn wir waren zuletzt in einer sehr guten Phase.“

Trotz seines Patzers war es mehreren Paraden des Keepers zu verdanken, dass die harmlosen Gäste in Sinsheim nicht unter die Räder gerieten und „nur“ noch das 0:2 durch Munas Dabbur (68.) kassierten. „Wir müssen das nicht schönreden“, sagte Gulacsi: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung bisher.“

Auch seinem Trainer war die große Enttäuschung anzumerken. „Es war nicht gut und intensiv genug. Kein richtiges Laufen, keine Duelle gewonnen, keine Überzeugung in den Eins-gegen-Eins-Situationen.“ Die Fakten waren eindeutig: RB gab keinen Schuss direkt aufs Tor ab, eine klare Chance blieb aus.

Marschs einziger Erklärungsansatz stellte dem Vizemeister ein Armutszeugnis aus: „Ich kann eine Niederlage immer akzeptieren, aber nicht, wenn wir weniger Willen als der Gegner gezeigt haben“, sagte er: „Das ist für mich inakzeptabel und total enttäuschend.“

Willi Orban stimmte in die allgemeine Ratlosigkeit ein: „Wir waren von der ersten Minute an nicht scharf genug, nicht bei 100 Prozent“, sagte er: „Für mich ist das momentan nur schwer zu erklären. Wir haben vor der Länderspielpause ein überragendes Spiel gegen Dortmund gemacht.“

Der letzte Auswärtssieg datiert vom 10. April (4:1 bei Werder Bremen). Für den anstehenden Kampf ums internationale Überleben macht das wenig Hoffnung. Im Champions-League-Spiel am Mittwoch beim FC Brügge ist Leipzig zum Siegen verdammt, um wenigstens in der Europa League zu überwintern.

Zu allem Überfluss drohen Marsch und Co. jetzt auch noch ihrer bisherigen Stärke beraubt zu werden: Aufgrund des Teil-Lockdowns in Sachsen muss Leipzig vorerst ohne Zuschauer auskommen. Mindestens die kommenden beiden Liga-Heimspiele gegen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach sowie das Königsklassen-Duell mit Manchester City werden zu Geisterspielen.

„Es ist wie eine traurige Reise in die Vergangenheit, weil sich nichts verbessert hat“, sagte Marsch und fügte trotzig an: „Wir müssen das akzeptieren und wollen unsere Fans trotzdem stolz machen.“ Dass es dafür zwingend ein anderes Gesicht braucht als in Sinsheim, ist allen Beteiligten klar.

(SID) / Bild: Imago