WOLFSBURG, GERMANY - FEBRUARY 08: Marin Pongracic of VfL Wolfsburg is shown a red card by referee during the Bundesliga match between VfL Wolfsburg and Fortuna Duesseldorf at Volkswagen Arena on February 08, 2020 in Wolfsburg, Germany. (Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Schmadtke-Ärger über Pongracic: „Sind nicht auf dem Dorfplatz“

via Sky Sport Austria

Für Marin Pongracic ist die Heimpremiere bei seinem neuen Verein Vfl Wolfsburg nicht nach Wunsch verlaufen. In seinem zweiten Spiel für die „Wölfe“ kassierte Pongracic, nach einem Ellbogenschlag gegen Düsseldorfs Alfredo Morales die Rote Karte. Dem Innenverteidiger droht eine mehrwöchige Sperre. Zudem gibt es auch noch klare Worte von der Chefetage. 

Beim 1:1 zwischen dem VfL Wolfsburg und Fortuna Düsseldorf feierte der Ex-Salzburger Marin Pongracic sein Heimdebüt. Drei Minuten nach der Halbzeit sollte der Arbeitstag des Innenverteidigers allerdings vorzeitig beendet sein. Der Innenverteidiger ließ sich nämlich zu einer unrühmlichen Aktion hinreißen, als er vor einem Freistoß mit dem linken Ellbogen nach hinten ausschlug und seinen Gegenspieler Alfredo Morales am Kinn traf. Pongracic sah folgerichtig die Rote Karte. Bei seinem Abgang trat der 22-Jährige außerdem noch gegen eine Werbebande. „Das geht so nicht, das ist nicht zu akzeptieren“, betont Geschäftsführer Jörg Schmadtke im „kicker“, „aber das weiß Marin selber.“ Bereits eine Woche zuvor, bei seinem Debüt im VfL-Trikot hatte Pongracic Glück, als er bereits verwarnt im Liegen mit der Hand in die Beine des davonlaufenden Paderborn-Spieler gegriffen hatte und ungestraft davongekommen war. Schon nach dieser Aktion gab es klare Worte für den Innenverteidiger. „Das macht’s umso unverständlicher“, ärgert sich Schmadtke. „Wir sind nicht auf dem Dorfplatz, wo so etwas vielleicht mal durchgehen kann.“ In Zeiten des Videobeweises ist der Täter schließlich schnell enttarnt.

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Pongracic drohen drei Spiele Sperre

Nun muss Marin Pongracic die entsprechenden Konsequenzen tragen. Dem Innenverteidiger droht wohl eine Spielsperre von mindestens drei Partien. Der Tritt gegen die Werbebande beim Verlassen des Platzes könnte für eine zusätzliche Strafe sorgen. Außerdem gibt es für die Rote Karte eine interne Geldstrafe, die der Kroate in die Mannschaftskasse zahlen muss.

„Es hätte nicht sein müssen, nicht sein sollen und nicht sein dürfen“

Auch sein Trainer Oliver Glasner findet deutliche Worte: „Im Endeffekt hat er sich damit auch selbst geschadet.“ Dank guter Leistungen in der Vorbereitung stattete Glasner Pongracic gleich mit einem Startelfplatz aus. Nun muss sich der 22-Jährige aber wieder hinten anstellen. „Die paar Spiele, die er nicht zur Verfügung steht, werden wir nutzen, um sein Aufbautraining zu verlängern“, erklärt der Trainer und fügt an: „Es hätte nicht sein müssen, nicht sein sollen und nicht sein dürfen.“

Nach Ellenbogen-Schlag: Sperre und Geldstrafe für Pongracic

Bild: Getty Images