Schmid: Köln als warnendes Beispiel für Rapid

via Sky Sport Austria

Der SK Rapid Wien steht vor einer schwierigen Situation in dieser Saison. In der Meisterschaft liegt man mit neun Punkten aus sieben Spielen weit hinter den Erwartungen zurück. Durch den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Europa League kommt jetzt auch noch die vielzitierte “Doppelbelastung” hinzu. Zudem kann Trainer Goran Djuricin aufgrund der zahlreichen Ausfälle durch Verletzungen und des kleinen Kaders kaum rotieren.

Der ehemalige Co-Trainer des 1. FC Köln, Manfred Schmid, kennt diese gefährliche Situation aus seiner Zeit in der Domstadt. Der 47-Jährige führte den FC gemeinsam mit Peter Stöger aus der 2. Bundesliga bis in die Europa League. Der Teufelskreis aus einem kleinen Kader, der Doppelbelastung und vielen Verletzten kostete ihm und Stöger letzlich den Job in Köln. Der FC stieg am Ende der Saison in die 2. Bundesliga ab. “Ich glaube, dass es eine ganz gefährliche Saison für Rapid werden kann, wenn man die Situation unterschätzt”, warnt Schmid bei Talk & Tore.

Der Wiener strebt nun seinen ersten Job als Cheftrainer einer Profimannschaft an, eine weitere Zusammenarbeit mit Stöger kann sich Schmid dennoch vorstellen: “Das steht natürlich wieder zur Debatte. Uns verbindet eine sehr erfolgreiche, emotionale Zeit.”

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Manfred Schmid (langjähriger Co-Trainer von Peter Stöger) über…

über die aktuellen Probleme bei Rapid: “Ich glaube, dass es eine ganz gefährliche Saison für Rapid werden kann, wenn man die Situation unterschätzt. Wir haben das in Köln selber erlebt. Wir haben Modeste verloren und ihn haben wir auch nicht so ersetzen können, wie es erforderlich gewesen wäre. In den ersten Runden der Meisterschaft haben wir passable Leistungen gebracht, die Spiele knapp verloren. Dann hast du nicht mehr dieses Spielglück und die Verletzungen kommen dazu. Und dann kam die Phase, wo wir nicht mehr rotieren konnten, andere Spieler einsetzen konnten. Wir konnten nicht mehr trainieren, nur mehr regenerieren und Videoanalysen machen. Alle drei, vier Tage hat die selbe Mannschaft gespielt und eine Folge davon war, dass wir viele verletzte Spieler hatten, die mit der Belastung nicht umgehen konnten. Und dann kommst du in eine Abwärtsspirale.”

über eine weitere Zusammenarbeit mit Peter Stöger: “Das steht natürlich wieder zur Debatte. Uns verbindet eine sehr erfolgreiche, emotionale Zeit. Wir haben tolle Erfolge gemeinsam gefeiert. Ich habe mit Peter Stöger einen Trainer, der fachlich sowieso unbestritten gut ist, aber menschlich gewisse Werte lebt, wie Verantwortung, Vertrauen und Demut. Eines ist klar und das war mit ihm auch immer klar besprochen, dass mein Ziel ist, Cheftrainer zu werden. Ich bin jetzt 47 Jahre alt. Ich wollte immer vorne stehen und die Verantwortung übernehmen. Irgendwann ist die Chance sicher dafür da. Darauf warte ich auch. Es müssen aber auch die Voraussetzungen gegeben sein, erfolgreich arbeiten zu können. Denn das erste was passiert, wenn kein Erfolg da ist, dann hörst du wahrscheinlich wieder, dass er nur ein Co-Trainer ist. Ich glaube, dass ich gut vorbereitet bin.”

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Von Christoph Eliasch