Schöpf mit Traumdebüt: „Hätte es mir genau so gemalt“

Fünfter Liga-Sieg in Serie, binnen Wochenfrist Rapid in Wien (3:1) und nun daheim Double-Sieger Sturm Graz (3:0) zerlegt, im ÖFB-Cup im Halbfinale – der WAC hat einen Lauf. Die „Wölfe“ befinden sich unter Trainer Dietmar Kühbauer auf der Jagd, das hat am Samstag auch der Tabellenführer aus Graz zu spüren bekommen.

„Die Jungs haben das top gemacht“, lobte der Coach. Die Lavanttaler Glückseligkeit perfekt machte ein Traum-Einstand von Alessandro Schöpf.

Der Ex-ÖFB-Teamspieler, der im Winter Kanada und die Major League Soccer in Richtung Kärnten verlassen hatte, schoss in seinem ersten Bundesliga-Spiel überhaupt als „Joker“ auf sehenswerte Art und Weise das Tor zum 3:0. „Hätte ich es mir malen können, hätte ich es mir genau so gemalt. Aber es geht nicht um mich, sondern darum, dass wir ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht haben über 90 Minuten“, sagte Schöpf im Sky-Interview.

„Hätte es mir genau so gemalt“: Schöpf über gelungenes Debüt

Dominanter WAC überrollt Sturm

Der WAC überrollte zu Spielbeginn den Meister und netzte zwei Mal durch Dejan Zukic. „Speziell die erste halbe Stunde war fantastisch. Da haben wir verdient geführt und hätten vielleicht höher führen können. Zweite Hälfte war es ein bissl enger, aber trotzdem hatten wir die klar besseren Chancen“, resümierte Kühbauer zufrieden.

Vorne schossen die Kärntner Traumtore, hinten hielt man dicht, WAC-Goalie Nikolas Polster musste nur selten eingreifen.

„Wir wissen ganz genau, dass Sturm möglicherweise besser spielen kann. Ich will jetzt nicht die Leistung meiner Mannschaft schmälern, weil sie es wirklich gut gemacht hat. Wir haben in den 90 Minuten kaum etwas zugelassen, was die null Schüsse (von Sturm, Anm.) aufs Tor bezeugen“, meinte Kühbauer, der Matchwinner Zukic lobte. „Er hat gekämpft, das ist untypisch. Er ist normal eher ein Filigrantechniker, aber heute habe ich ihn zum ersten Mal Grätschen gesehen.“

Kühbauer: „Die Jungs haben das wirklich top gemacht“

Die Lavanttaler liegen nur mehr fünf Punkte hinter Sturm, das Meister-Playoff ist den Wolfsbergern praktisch nicht mehr zu nehmen. Als nächste Hürde wartet WSG Tirol. Doppelpacker Zukic hofft indes, dass man den WAC weiter übersieht. „Ich würde es mögen, wenn man nicht über uns spricht und wir im Stillen gewinnen“, sagte der Serbe. Schwer vorstellbar, dass Wolfsberg nach diesen Leistungen unter dem Radar bleibt.

„Können ganz vorne mitspielen“: Jasic und Zukic nach Sieg gegen Sturm
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(APA)/Bild: GEPA