Schon 16 verschiedene Torschützen: Die neue Offensiv-Power beim SK Sturm

Nach dem Wechsel von Rasmus Höjlund und der Verletzung von Jakob Jantscher kamen schon die ersten Zweifler: Wer soll beim SK Sturm nun die Tore schießen? Die Antwort: 16 verschiedene Spieler. Nach zwölf Bundesliga-Runden ist das ein Rekord.

Ein alter Handwerker-Spruch lautet „Viele Hände – schnelles Ende“. Kurz übersetzt heißt das, wenn alle mithelfen, geht’s schnell. Übertragen auf den SK Sturm könnte man sagen: wenn viele Spieler Tore schießen, kommt der Erfolg. In dieser Bundesligasaison gab es (bis jetzt) bereits 16 verschiedene Akteure, die ein Tor erzielt haben. Das gab es noch nie und ist ein neuer Rekord zu diesem Zeitpunkt einer Saison der ADMIRAL Bundesliga.

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Rekord zuvor waren 14 verschiedene Torschützen vom FK Austria Wien 1990/91, SK Rapid Wien 1988/89, First Vienna FC in der Saison 1987/88 und dem FC Wacker Innsbruck 1985/86 – jeweils exklusive Eigentore.

Sturm aktuell variabel wie nie

Ein richtiger Torjäger hat sich bei Sturm Graz in dieser Spielzeit noch nicht herauskristallisiert. Emanuel Emegha ist aktuell gemeinsam mit dem abgewanderten Höjlund mit drei Treffern der Toptorjäger der Grazer in der ADMIRAL Bundesliga. Dahinter folgen Youngster Mohammed Fuseini und Neuzugang Albian Ajeti mit je zwei Toren. Jakob Jantscher, der in der Vorsaison 14 Volltreffer in der Liga erzielte und damit Toptorschütze der Blackies war, hat bislang, auch aufgrund von Verletzungssorgen, noch keinen Treffer auf dem Konto.

Zum Vergleich: In der letzten Bundesligasaison gab es nach 32 Runden zwölf Torschützen. 14 Tore fielen dabei auf einen gewissen Jakob Jantscher, der bislang von Verletzungssorgen geplagt war und noch auf seinen ersten Ligatreffer 2022/23 wartet. Auch Manprit Sarkaria, der in der Vorsaison mit 13 Toren glänzte, traf bislang nur einmal in der Liga.

Der SK Sturm liegt nach zwölf Spieltagen auf Rang zwei hinter Red Bull Salzburg. Mit einem Sieg im direkten Duell am Samstag (ab 16:00 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria 2 – streame das Spiel mit dem Sky X Traumpass) können sie die Salzburger an der Spitze ablösen. Der Tabellenführer stellt mit 29 Treffern die beste Offensive, Sturm liegt mit 24 Toren „nur“ auf Platz vier in dieser Rangliste. Erst acht Gegentreffer bedeuten aber zusammen mit Salzburg die beste Defensive.

https://www.skysportaustria.at/sturm-will-in-salzburg-tabellenfuehrung-erobern4348629-2/

Ein kleiner Schwenk in die 2. Deutsche Bundesliga: Beim Zweitligisten SC Paderborn durfte sich vor einiger Zeit jeder Spieler einen eigenen Torsong wünschen, der nach dem Treffer im heimischen Stadion gespielt wurde. Sollte man das beim SK Sturm einführen, würde der Stadion-DJ wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der SK Sturm ist in der Offensive aktuell variabel wie nie und hat zum Glück nur eine Tor-Hymne.

Bild: GEPA