Schon fix: Gesamtweltcup geht an Tschofenig, Hörl oder Kraft

Schon fix: Gesamtweltcup geht an Tschofenig, Hörl oder Kraft

Der Gesamtweltcup der Skispringer geht bei den Männern zum insgesamt 15. Mal an einen Österreicher.

Der Norweger Johann Andre Forfang als letzter verbliebener ÖSV-Rivale hat am Sonntag beim zweiten Bewerb von Sapporo unmittelbar vor Daniel Tschofenig Rang drei belegt, womit sein Rückstand auf den Kärntner sechs Konkurrenzen vor Schluss unaufholbare 651 Punkte beträgt. Im Rennen sind auch noch die am Sonntag auf die Ränge sechs und fünf gekommenen Jan Hörl und Stefan Kraft.

Kobayashi gewinnt auch zweites Sapporo-Springen

Der Sieg in der Olympia-Stadt 1972 ging wie am Vortag an Ryoyu Kobayashi. Der Japaner gewann von Halbzeitrang zwei aus mit 4,2 Punkten Vorsprung auf Halbzeitleader Marius Lindvik, womit zwei Norweger auf das Podest kamen.

Forfang lag 9,7 Zähler hinter Kobayashi. Tschofenig (-16,3 Punkte) führte ein noch aus Kraft (-17,2), dem Vortages-Zweiten Hörl (-23,8) und Maximilian Ortner (-29,4) gebildetes Österreicher-Paket an. Manuel Fettner (-34,1) wurde Elfter, Markus Müller verpasste als 37. die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Kraft nur mit Außenseiterchancen

Kraft hat freilich nur noch theoretische Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung im Gesamtweltcup. Der Salzburger ist im Saisonranking 579 Zähler hinter Tschofenig Dritter, maximal 600 Punkte kann er noch holen. Mit einem vierten Gesamtsieg würde Kraft mit den Rekordhaltern Matty Nykänen (FIN) und Adam Malysz (POL) gleichziehen. Wie Kraft drei Weltcup-Gesamtsiege hat Andreas Goldberger. Armin Kogler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer brachten es auf je zwei Gesamterfolge, Hubert Neuper und Andreas Felder auf je einen.

Im Bewerb von der Großschanze in Sapporo waren nach dem ersten Durchgang Tschofenig, Kraft, Ortner und Hörl auf den Rängen fünf, sechs, acht und zehn gelegen, ganz ging sich der Sprung auf das Podest dann nicht mehr aus. Der rechtzeitig vor den am 26. Februar in Trondheim beginnenden Weltmeisterschaften in Form gekommene Kobayashi gewann mit Sprüngen von 132 und 137 m. Tschofenig kam als ÖSV-Bester auf 127 und 130 m. Im Gesamtweltcup liegt der Salzburger Hörl 183 Punkte hinter Tschofenig und bleibt dessen einziger wahrer Konkurrent um die große Kugel.

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(APA)/Bild: Imago