Schopp LASK

Schopp-Aus offiziell: So begründet der LASK die Entscheidung

Wie Sky berichtet hat, trennt sich der LASK von Cheftrainer Markus Schopp. Das bestätigen die Oberösterreicher am Montagnachmittag. Maximilian Ritscher übernimmt wie bereits in der Vorsaison interimistisch das Traineramt. So begründet der LASK in einer Aussendung die Entscheidung:

Trotz der zuletzt knappen Siege in der ADMIRAL Bundesliga ist der LASK zu dem Schluss gekommen, dass die sportliche Entwicklung und die gezeigten Leistungen nicht den Erwartungen entsprechen. Die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Markus Schopp zu beenden, wurde mit Blick auf das letzte verbleibende Saisonziel, das Erreichen der Qualifikationsphase für den Europacup, getroffen. Eine eingehende Analyse der sportlichen Situation hat gezeigt, dass die leistungstechnische Entwicklung nicht mit den Resultaten Schritt gehalten hat.

Daher kam der Verein zu dem Entschluss, dass eine Trennung die beste Lösung darstellt. Der LASK ist überzeugt, mit dieser Entscheidung den richtigen Impuls für die entscheidende Phase der Saison zu setzen.

Schopp war im vergangenen September von Hartberg zu den Schwarz-Weißen gewechselt und unterzeichnete damals einen Vertrag bis Sommer 2027. In insgesamt 31 Pflichtspielen saß der 51-Jährige auf der Trainerbank der Oberösterreicher, nach einem schwachen Saisonstart mit fünf Niederlagen in den ersten sechs Runden sollte er für den Turnaround sorgen. In der Liga ging es etwas bergauf, die Meistergruppe verpasste der LASK aber zwei Punkte hinter Stadtrivale Blau-Weiß Linz. Im ÖFB-Cup kam das Aus vor drei Wochen gegen den WAC mit dem Finale vor Augen im Elfmeterschießen.

Das ist LASK-Interimstrainer Maximilian Ritscher

Schopp am Sonntag bei Talk & Tore über sein Verhältnis zu LASK-CEO Gruber

Noch am Ostersonntag hatte sich Schopp bei „Talk und Tore“ positiv über die Zusammenarbeit mit LASK-CEO Siegmund Gruber geäußert. „Wir sehen die gleiche Richtung und wollen mit dem LASK etwas bewegen. Wir wollen den LASK erfolgreich machen“, sagte Schopp und sprach von einer „superspannenden“ Entwicklung. „Ich glaube, dass auch er es sieht. Es gilt, die richtigen Schlüsse aus den letzten Wochen und Monaten zu ziehen und einfach auch einen klaren Plan für die Sommervorbereitung zu haben, was man verändern kann und will, um den Prozess noch einmal in eine sehr interessante Richtung zu entwickeln.“

Das Verpassen der Meistergruppe und das Cup-Aus wogen in der Stahlstadt anscheinend schwer, auch wenn die Ergebnisse zuletzt passten. „Es gibt die totale Unzufriedenheit von uns allen, die im Verein arbeiten, dass wir Ziele nicht erreicht haben. Meine Rolle ist es, das nüchtern zu analysieren und die Gründe aufzuarbeiten. Das mache ich seit dem ersten Tag“, sagte Schopp, der „aktuell sehr viele Baustellen“ sah. Der LASK entschied sich unerwartet für einen weiteren Neuanfang, zwei Tage vor dem Gastspiel gegen Austria Klagenfurt. Ritscher ist bereits der achte LASK-Coach seit der Ära Oliver Glasner, die im Sommer 2019 nach vier Jahren endete.

Überraschendes Aus: So performte der LASK unter Schopp

Artikelbild: GEPA