SCHWECHAT,AUSTRIA,28.MAR.15 - BASKETBALL - ABL, Admiral Basketball League, final four, ece bulls Kapfenberg vs UBC Guessing Knights. Image shows head coach Michael Schrittwieser (Kapfenberg). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

Schrittwieser: “Güssing ist der verdiente Sieger”

via Sky Sport Austria

Im ersten Pokalhalbfinalspiel gewinnen die Güssing Knights mit 83:71 gegen die Kapfenberg Bulls. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

(Obmann ):

…über die Rivalität mit Kapfenberg: “Wir haben ähnliche Konzepte. Wir haben viel gemeinsam und deswegen treffen wir immer wieder aufeinander. Kapfenberg ist sehr professionell aufgebaut, sie managen den ganzen Verein sehr gut. Wir nehmen uns da einiges als Beispiel.”

 (Trainer ):

…über das Spiel: “Es gab nicht einen Knackpunkt in diesem Spiel. Wir haben es besser verstanden das Pick & Roll zu verteidigen, wir haben das Tempo ein bisschen besser bestimmt. Wir haben leider wieder von der Freiwurflinie unerklärlicherweise versagt, aber am Ende hat es dann gereicht um zu gewinnen. Wir wollen an die Freiwurflinie kommen, das ist immer ein wichtiger Punkt in unserem Gameplan.”

 (Spieler ):

…über das Spiel: “Wir haben vor allem die Stops in der Defensive gebraucht und auch an den Defensivrebounds haben wir ganz gut gekämpft und die zweiten Chancen der Kapfenberger minimiert. Das war der große Schlüssel für den Erfolg. Diesen Schwung müssen wir jetzt natürlich mitnehmen, es ist jetzt nur das Finale erreicht und nicht mehr.”

 (Spieler ):

…über das Spiel: “Der Schlüssel zum Erfolg waren heute die Stops in der Defensive und am Rebound gut zu arbeiten. Mit meiner Performance kann ich ganz zufrieden sein, ich habe keinen Blödsinn gemacht und habe die offenen Würfe genommen und getroffen. Ob wir morgen gegen Wels oder Wien spielen ist egal, wir wollen am Schluss einfach nur siegreich sein.”

 (Trainer ):

…über das Spiel: “Heute hat alles gefehlt, ich habe heute nichts gesehen. Erst einmal Kompliment an Güssing, sie haben heute über 40 Minuten besseren Basketball gespielt, das war gar keine Frage. Wir haben gar keinen gespielt, wir haben den Ball zu Tode gedribbelt. Wie viel davon jetzt die Defensive von Güssing war oder die schlechte Exekution von uns spielt im Nachhinein keine Rolle mehr. Das Spiel war heute nie knapp, wir haben es nie geschafft fünf oder sechs Minuten an einem Ende des Feldes irgendeine Konstanz reinzubringen. Man kann im Endeffekt von Kleinigkeiten sprechen, aber Güssing ist der verdiente Sieger.”

…über die Leistung seiner Mannschaft: “Wir haben nicht vorgehabt heute so aufzutreten. Wir haben gewusst, wie Güssing herauskommt und das Matthias Zollner nicht wartet bis sie im Pick & Roll von uns gekillt werden, sondern entsprechende Maßnahmen setzen wird. Aber uns ist es in keiner Phase gelungen, weder defensiv noch offensiv, einen Rhythmus zu bekommen.”

…über die Bedeutung der Niederlage: “Ich werde mir jetzt nicht groß den Kopf zerbrechen. Fakt ist, dass wir heute sehr schlecht gespielt haben und Güssing eine solide, gute, durchschnittliche Leistung gereicht hat um ins Finale einzuziehen. Aber wir wollen jetzt den dritten Platz sichern, Serien werden dann anders gespielt. Wir machen uns jetzt nicht groß den Kopf, dass wir es nicht besser können oder innerhalb von fünf Tagen das Basketball spielen verlernt haben.”

 (Spieler ):

…über das Spiel: “Wir haben heute einfach nicht gut gespielt. Die Routiniers, auch ich, haben heute ganz schlecht gespielt. Wir haben Güssing nicht stoppen können, wir haben nicht das machen können, was notwendig ist um Güssing zu stoppen. Wir konnten einfach nicht performen und haben nicht gut gespielt. Natürlich spielt man immer um Titel zu gewinnen, den ersten haben wir jetzt verpasst. Aber jetzt geht es weiter in der Saison.”

 (Sky Experte):

…über das Spiel: “Die ganze Statistik ist bei diesem Spiel nicht so aussagekräftig. Güssing hat immer noch nicht gut von außen getroffen und die Freiwurfquote ist dann ein bisschen runtergefallen. Aber es ist eklatant, dass sie sich 41 Freiwürfe erarbeitet haben. Das zeigt einfach, dass sie es ständig geschafft haben dorthin zu gehen, wo etwas passiert. Kapfenberg hat das auf der anderen Seite überhaupt nicht getan, weil sie sehr statisch waren und viel von außen und planlos agiert haben. Als Güssing nur noch fünf Punkte Vorsprung hatte war es die letzte kritische Phase für sie. Aber dann hat Heard vier Punkte gemacht und danach war es entschieden. Es war Planlosigkeit und ein bisschen Systemversagen auf Seiten von Kapfenberg und das wurde schnell bestraft, auch wenn es nicht hocheffizient war, von Güssinger Seite. Als Ray das fünfte Foul bekommen hat, hat der einzige Impulsgeber auf Kapfenberger Seite gefehlt und dann war die Planlosigkeit auch nicht mehr hinter einem kreativen Genie, und das war er phasenweise heute, zu verstecken. Dann war es ganz offensichtlich, dass heute hier nichts mehr zu holen ist.”

…über Kapfenberg: “Michael Schrittwieser hat sehr viele Pfeile im Köcher. Wenn sehr viele Spieler im Kader stehen, dann kann ich aber als Coach auch gar nicht dafür sorgen, dass alle neun oder zehn Spieler einen guten Rhythmus haben. Das ist ein bisschen eine taktische Entscheidung, wer heute gut reinpasst und wer nicht. Generell ist es sehr schwer einen Spieler bei Kapfenberg als Totalausfall oder in seiner Schuld rauszustreichen, weil sie oft auch gar nicht die Möglichkeit bekommen.”

…über Player of the Game Dunn: “Zu Beginn waren die spielbestimmenden Figuren Klepeisz und Taylor, aber Dunn war eigentlich der, der in der letzten Phase, beim letzten Anlauf von Kapfenberg, zusammen mit Heard dagegen gehalten hat. Er war der einzige Hochprozentige von Güssing von der Drei-Punkt-Linie  und hat immer wieder variiert, er hat sehr stark verteidigt. Dafür, dass er eigentlich nur der Backup ist von Thomas Klepeisz, war er heute ein sehr wichtiger Faktor im Spiel von Güssing.”